Grundsicherung: Verband der Alleinerziehenden fordert 500 Euro für jedes Kind
Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter hat das Hartz-IV-Urteil des Bundesverfassungsgerichts begrüßt. Für die mehr als eine halbe Million Kinder von Alleinerziehenden, die Hartz IV beziehen, sei die Karlsruher Entscheidung ein Hoffnungsschimmer, sagte die Bundesvorsitzende des Verbandes, Edith Schwab, am Dienstag in Berlin.
Der Verband forderte eine Kindergrundsicherung, denn nur damit sei Kinderarmut erfolgreich zu bekämpfen. «Ein Existenz sicherndes Kindergeld in Höhe von einheitlich 500 Euro gewährleistet, dass alle Kinder das gleiche Anrecht auf Bildung, Kleidung, Ernährung, Wohnen und Freizeit haben. Das wäre eine juristisch einwandfreie Verwirklichung des Gleichheitsgrundsatzes», kommentierte die Verbandsvorsitzende das Karlsruher Urteil.
Das Bundesverfassungsgericht hatte am Vormittag entschieden, dass die Berechnung der Hartz-IV-Sätze bis Jahresende auf eine neue Grundlage gestellt werden muss. Mit dem bisherigen Verfahren sei nicht ausreichend gesichert, dass das Recht auf ein «menschenwürdiges Existenzminimum» mit den staatlichen Leistungen erfüllt wird.

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Kommentare zu diesem Eintrag: (142 insgesamt)
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Zeder hat vor 22 Tagen (um 11:25 Uhr) geschrieben:
Warum werden Themen auf diese Art und Weise eröffnet?
Das Bundesverfassungsgericht hat festgestellt, dass die Hartz-IV-Sätze für Kinder nicht ausreichen. Aus diesem Anlass bringt Jesus.de eine Meldung, dass der Verband der Alleinerziehenden ein bedingungsloses Grundeinkommen für Kinder in Höhe von 500 € fordert.
Höhe der Hartz-IV-Sätze und bedingungsloses Grundeinkommen sind zwei unterschiedliche Themen, die hier jedoch vermischt werden. Ich denke, durch diese Art der Diskussionseröffnung wurde der Bildzeitungsstil und die Unsachlichkeit, die sich hier zum Teil breitgemacht haben, stark gefördert.
ma.rie hat vor 28 Tagen (um 13:44 Uhr) geschrieben:
Re: Grundsicherung: Verband der Alleinerziehenden fordert 500 Euro für jedes Kin
Ich lese in dem Artikel von "Ein Existenz sicherndes Kindergeld in Höhe von einheitlich 500 Euro gewährleistet, dass alle Kinder das gleiche Anrecht auf Bildung, Kleidung, Ernährung, Wohnen und Freizeit haben."
Ich verstehe das so, dass das Kindergeld (heute je 184 € für die ersten beiden Kinder) um 316 € auf 500 € erhöht werden soll. Da auch noch "Wohnen" aufgezählt wird, gehe ich davon aus, dass hier gemeint ist, dass es keinen extra Wohngeldanteil für die Kinder geben sollte.
Wer heute Hartz IV bezieht, bekommt pro Kind ca. 250 € an Regelleistung und den Wohnkostenanteil. Zusätzlich bekommen die Kinder Klassenfahrten bezahlt und da und dort Vergünstigungen. Zählt man das zusammen, ist es nicht viel weniger als 500 €.
Also, ich würde es klasse finden, das Geld einfach als Kindergeld zu bekommen. Ein großer Teil der Alleinerziehenden bekäme dann kein Hartz IV mehr. Wer noch zusätzlich Unterhalt vom anderen Elternteil bekäme, hätte die Möglichkeit, nicht voll zu arbeiten und die Kinder materiell gut auszustatten. Was für viele das Wichtigste ist: Die Kinder würden nicht unter dem Hartz IV-Stigma leiden.
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