Selbstversuch: Schwere Wahl im Supermarkt der Religionen
Welt.de schreibt: "Gerade hat die Welt Weihnachten gefeiert, dabei gibt es noch tausend andere Religionen. Der Autor Stefan Kuzmany hat sie im Selbstversuch getestet und eine Wahl getroffen."
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(Quelle:Welt.de)
Kommentare zu diesem Eintrag: (11 insgesamt)
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Re: Selbstversuch: Schwere Wahl im Supermarkt der Religionen
Stefan Kuzmany: Das scheint in Mode zu sein: Sich das Beste aus allen möglichen Religionen herauszupicken. Mein Buch kommt ja auf den ersten Blick daher, als sei so etwas möglich: Als Konsument im Supermarkt der Religionen umherstreifen und sich bedienen. Tatsächlich kritisiere ich diese Herangehensweise mit meiner Persiflage. Ich bin zwar eher religionskritisch eingestellt – und meine Recherchen haben dieses Bewusstsein noch verstärkt. Aber ich würde sagen, wenn man sich schon auf den Glauben einlassen möchte und kann, dann sollte man das doch ernsthaft tun. Die etablierten Religionen sind schon absurd genug, aber Religions-Hopping raubt ihnen noch den letzten Sinn.
Aus meiner Sicht hat Kuzmany nicht wirklich begriffen, was Religion bedeutet. Er betrachtet sie oberflächlich und kommt deshalb zu oberflächlichen Schlüssen. Dabei ist das Thema durchaus interessant.
Wir haben heute faktisch einen Markt der Religionen auf der Welt. Dabei stellen sich grundsätzlich zwei Fragen: Was bedeutet das für den Einzelnen und was bedeutet das für die Religionen? Sollen sie jetzt wie Unternehmen um die Menschen konkurrieren? Sollen sich die Menschen als Konsumenten sehen? Religion aus der Konsumentenperspektive zu betrachten ist grundsätzlich ein Irrweg. Und auch die Religionen sollten sich nicht als Konkurrenten, sondern als Liebende und Helfer zu Gott betrachten.
Ich meine, dass wir eine Welt der Liebe, des Friedens und der Toleranz brauchen. Etwas Konkurrenz kann manchmal nützlich sein, aber grundsätzlich ist Konkurrenz keine angemessene Haltung der Religionen untereinander. Jeder sollte in Wahrheit und Toleranz seinen Weg gehen. Alles andere wird sich finden.
Re: Selbstversuch: Schwere Wahl im Supermarkt der Religionen
Wenn ich mir alleine den christlichen Supermarkt ansehe hätte ich einiges zu tun, wenn ich die alle ausprobieren wollte. Ich sollte es mal mit würfeln versuchen, aber dem Losglück kann man auch nicht trauen, es gibt zu viele Unbekannte, die einem das ganze Leben versauen könnten.
Ich vertraue also weiterhin darauf, dass Gott es wohl wissen wird wie er mit mir vorgeht und verlasse mich da ganz auf ihn. Allerdings bis jetzt hat er mich keiner Religion zugeführt, was aber nicht heißen soll, dass sie alle nichts taugen, es ist halt keine dabei die auf meine Bedürfnisse zugeschnitten ist.
HH137
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