Bibelserie: Du sollst Geld verleihen!
Evangelisch.de schreibt: "Ja, man kann viel falsch machen bei Krediten. Die Bibel gibt wertvolle Tipps, wie der private und geschäftliche Leihverkehr ohne weitreichende Folgen bleiben kann."
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(Quelle:Evangelisch.de)
Kommentare zu diesem Eintrag: (13 insgesamt)
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Du sollst betrügen und unterschlagen!
Lukas 16.1-8
>>Er sprach aber auch zu seinen Jüngern: Es war ein gewisser reicher Mann, der einen Verwalter hatte; und dieser wurde bei ihm angeklagt, als verschwende er seine Habe. Und er rief ihn und sprach zu ihm: Was ist dies, das ich von dir höre? lege die Rechnung von deiner Verwaltung ab, denn du wirst nicht mehr Verwalter sein können. Der Verwalter aber sprach bei sich selbst: Was soll ich tun? denn mein Herr nimmt mir die Verwaltung ab. Zu graben vermag ich nicht, zu betteln schäme ich mich. Ich weiß, was ich tun werde, auf daß sie mich, wenn ich der Verwaltung enthoben bin, in ihre Häuser aufnehmen. Und er rief jeden einzelnen der Schuldner seines Herrn herzu und sprach zu dem ersten: Wieviel bist du meinem Herrn schuldig? Der aber sprach: Hundert Bath Öl. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Schuldbrief und setze dich flugs hin und schreibe fünfzig. Danach sprach er zu einem anderen: Du aber, wieviel bist du schuldig? Der aber sprach: Hundert Kor Weizen. Und er spricht zu ihm: Nimm deinen Schuldbrief und schreibe achtzig. Und der Herr lobte den ungerechten Verwalter, weil er klug gehandelt hatte; denn die Söhne dieser Welt sind klüger als die Söhne des Lichts gegen ihr eigenes Geschlecht.<<
Leg Dein Geld gewinnbringend an!
Lukas 19,11-27
Dies Gleichnis Jesu könnte ein Werbespruch für jeden Anlageberater sein. Vor seiner Abreise händigt ein Fürst jedem seiner zehn Knechte einen Geldbetrag in Höhe von einem Pfund aus mit der Aufforderung, damit zu handeln. Nach seiner Rückkehr ist er neugierig. Der erste Knecht hat das ihm anvertraute Pfund verzehn-, der zweite verfünffacht. Die beiden kassieren dickes Lob vom Fürsten und erhalten machtvolle Positionen in seinem Reich. Der dritte allerdings reicht dem Fürst sein Originalpfund zurück; aus Angst, etwas falsch machen zu können, hatte er es liebevoll in einem Tuch aufbewahrt. Erbost herrscht der Fürst den Knecht an, warum er das Geld denn nicht zur Bank gegeben hätte. Als Strafe nimmt er dem vorsichtigen Knecht das eine Pfund und gibt es dem erfolgreichsten Geldanleger. Auf die verständnislosen Reaktionen der anderen antwortet der Fürst mit einem merkwürdigen Spruch: "Wer da hat, dem wird gegeben werden; von dem aber, der nicht hat, wird auch das genommen werden, was er hat."
Zitat: "Warum hast du mein Geld nicht zur Bank gebracht?"
Re: Bibelserie: Du sollst Geld verleihen!
Ich habe mich mit dem Thema Zinsverbot im Judentum, Christentum und Islam beschäftigt - ein weites und interessantes Thema! Ganz kurz zusammengefasst:
In 3. Mose 25 wird gesagt, dass man von Landsleuten keine Zinsen nehmen darf, wohl aber von Fremden.
Folgerung: Freunden und Verwandten leiht man zinslos.
Papst Innozenz III. (der mit den Katharerfeldzügen) hat im 13. Jh. bestimmt, dass das auch für Christen gilt.
Folge: Die Juden wurden zu Geldverleihern, zumal ihnen andere Berufe verwehrt wurden, und entsprechend angefeindet.
Mohammed (er war Kaufmann) hat das Zinsnehmen verboten, wohl aber Gewinn aus Handelsgeschäften und Unternehmensbeteiligungen erlaubt.
Im Islamic Banking müssen daher alle Geschäfte durch Sachwerte gedeckt sein.
Beispiel: Bank kauft Immobilie und verkauft sie mir mit Gewinn und auf Raten weiter.
Wenn die Immobilie aber Schrott ist, ist die Bank mein Ansprechpartner und will nicht ihr Geld mit Zinsen wieder, egal wofür ich es ausgegeben habe!
Es müsste doch auch für Christen möglich sein, im Bankwesen entsprechende ethische Grundsätze zu beachten!
Jedenfalls hat man bei der Geldanlage Verantwortung dafür, wo es angelegt wird und was damit geschieht. Man sollte also nicht nur auf die Rendite schielen, sondern auch darauf, in was für Unternehmungen es gesteckt wird.
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