Allianz-Vorsitzender: "Landeskirchen und Evangelikale kann man nicht trennen"
Evangelisch.de schreibt: "Seit Beginn des Jahres ist Dr. Michael Diener Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz. Er glaubt, dass angesichts der zunehmenden Säkularisierung der Gesellschaft "Verfasste Kirche" und Allianz längst in einem Boot sitzen."
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(Quelle:Evangelisch.de)
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Diskussion mit dem neuen Allianz-Vorsitzenden
hier
Das Kreuz ist keine Frage der Hermeneutik
Ein interessantes und wie ich finde schönes Interview.
Zwei Punkte möchte herausgreifen, einen Punkt der mir negativ aufgefallen ist und einen den ich sehr positiv finde.
Fangen wir mit dem Negativen an, aus chronologischen Gründen.
Mich stört oder beunruhigt sehr die Beiläufigkeit, nicht unbedingt in diesem Interview, mit der dieser Punkt zu einer hermeneutischen Frage euphemistisch degradiert wird. Es geht dort um nichts anderes als die Legitimität der Kirche an sich, ihr Fundament, das Fundament meines Glaubens, meine Hoffnung im Leben und im Sterben!
Wenn es etwas gibt im Christentum, im christlichen Glauben, das den Mittelpunkt, den Dreh-und Angelpunkt der Geschichte ausmacht, dann ist es die Frohe Botschaft, das Kreuz welches uns alle rettet.
Wer hier anfängt zu relativieren, egal in welcher Verpackung, braucht sich um die wirklich hermeneutischen Fragen wie Homosexualität, Abtreibung, Ehe, Abendmahl, Schöpfung etc. keine Gedanken mehr machen.
Gott hat uns beim Kreuz nur die Wahl gelassen zwischen historischem Fakt oder der Verurteilung als Torheit.
Diener:
Diese letzte Frage ist für mich fast so etwas wie eine Schlüsselfrage! Ich sage eindeutig Ja! Wie sehr wir uns gegenseitig brauchen, werden wir zukünftig noch merken. Und bei allem sicherlich auch spezifisch Kritikwürdigen im Bereich der Allianz muss jedem Christenmenschen, der sich dabei süffisant zurücklehnt oder sogar mitstichelt, klar sein, dass ein gewichtiger Teil der Kritik im Grunde nicht nur auf die Allianz zielt, sondern auf das Christentum als prägende Kraft unserer Gesellschaft. Wir mögen wegen mancher vermeintlich konservativer Positionen leichter angreifbar sein. Gäbe es uns nicht mehr, dann würden die säkularisierten und atheistischen Menschheitsbeglücker eben den nächsten Kopf abschlagen, der sich aus dem Einheitsbrei menschlicher Hybris und Selbstzerstreuung erhebt. Mich prägt da das Niemöller-Wort: "Wenn ich nicht für die anderen schreie, mag keiner mehr da sein, der für mich die Stimme erheben kann".
Meine Zustimmung und Respekt für diese offenen Worte
Gruß ENF
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