Youtube-Video: "Why I hate religion, but love Jesus"
Fr-online.de schreibt: "Mit seinem persönlichen Glaubensbekenntnis auf Youtube ist ein 22-jähriger US-Amerikaner über Nacht zum Medienstar geworden. In seinem Video kritisiert er Heuchelei und Selbstgerechtigkeit in der Kirche - und macht sich damit nicht nur Freunde."
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(Quelle:Fr-online.de)
Kommentare zu diesem Eintrag: (19 insgesamt)
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Re: Youtube-Video: "Why I hate religion, but love Jesus"
Endlich einer der mal was AUFRÜTTELT:
In Old Germany leider undenkbar
Kritik am Religionsbegriff
In dem Video wird gesagt, das Christentum sie keine Religion, da in Religionen der Mensch nach Gott strebt, im Christentum jedoch strebe Gott nach dem Menschen.
Für mein Empfinden wirft das eine Reihe von Konflikten auf. Was zB ist dann der Buddhismus, der keine Gottheiten kennt? Gemäß genannter Definition wäre der Buddhismus auch keine Religion, und noch nichtmal mit dem Christentum vergleichbar, sondern etwas völlig anderes drittes.
Und wenn Gott nach dem Menschen strebt, wie kann es sein, dass er so viele Menschen nicht erreicht? Wenn ein allmächtiges Wesen sich herabbeugt, unsere elende und beschränkte weltliche Existenz zu berühren, unser Innerstes zu berühren, wie kann es sein, dass die überwiegende Mehrheit der Weltbevölkerung absolut garnichts davon merkt? Und wie kann es sein, wenn das Christentum doch so eindeutig keine Religion ist, dass sich die Christen darin uneinig sind? Von Missionaren von Campus für Christus wurde mir erzählt, dass ich von Gott getrennt bin und, um Gott erreichen zu können, Jesus annehmen muss, der die Kluft der Trennung überbrückt. Dies jedoch entspricht einem Streben meinerseits nach Gott. Die überwiegende Mehrzahl der Christen sind also garkeine echten Christen, weil sie einer Religion angehören und keinem...?
Ja, das bringt mich zum dritten Punkt. Wenn das Christentum keine Religion ist, was ist es dann? Ein Kult? Eine Sekte? Ein Glaube? Nun, ich glaube auch, dass die Postbank mit dem Geld auf meinem Sparbuch keinen Schabernack treibt, denoch erhoffe ich mir von der Postbank keine Heilserwartung. "Glaube" an sich greift also etwas kurz. Nun, was ist das Christentum?
Wie ich dank Tante Wiki erfahren habe, gibt es über 100 Definitionen von Religion, von denen keine allgemein anerkannt ist, weil keine es bisher geschafft hat, der Vielfalt der Religionen gerecht zu werden. Für mich persönlich ist Religion der Glaube einer Gruppe Menschen an etwas Heiliges, verbunden mit gewissen Ritualen. Da ist es egal, ob der Mensch zu Gott strebt oder Gott zum Menschen, wenn man an Gott und Jesus glaubt, wenn man die Bibel liest und betet, wenn man sich mit anderen gemeinsam in einem Gebäude (Kirche) trifft und einen Gottesdienst hält, etc, dann ist das Religion.
Und letzten Endes kann ich in diesen Bestrebungen, das Christentum und/oder den Religionsbegriff so umzudefinieren, dass das Christentum eben keine Religion mehr ist, nichts anderes sehen, als das Bemühen, sich über alle Nicht-Christen zu heben. Denn die hängen dann ja "nur einer Religion" an. Das ist überheblich und, wie ElsbethM schon sagte, Augenwischerei.
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