#172 | Neuer Zupf für die Kirche | Umfrage, Vorträge und Ergebniskonferenz
Dienstagsmail schreibt: "Mit dem
Projekt Zukunft und Pfarrei (Zupf) bezog die katholische Kirche in Alpnach die
Bevölkerung mit ein. Mit Erfolg.
«Was ist lebendige
Gemeinschaft? Was heisst miteinander Pfarrei sein? Was erwarten Sie von der
Kirche?». Mit diesen drei Fragen machte sich die Alpnacher Bevölkerung Gedanken
zur Zukunft ihrer Kirche für die nächsten zehn Jahre (www.zupfalpnach.ch). Die Zupf-Kommission hat
dazu gezielt einen Plan erarbeitet, um breit gefächert unterschiedliche Gruppierungen,
Behörden und Vereine in den Prozess mit einzubeziehen. Darüber berichteten die «Neue
Luzerner Zeitung» und die «Obwaldner und Nidwaldner Zeitung» regelmässig. «Wozu
soll ich ein Schlagzeug in die Kirche
stellen, wenn ich nicht weiss, was ich damit betonen will», erklärte Pfarrer
Thomas Wallimann zum Vorgehen. Das Projekt will auch Kirchendistanzierte und
Kirchenausgetretene einladen.
Alle Gedanken und
Rückmeldungen wurden im Rahmen einer Ergebniskonferenz mit rund 60
Interessierten zusammengetragen, vorgestellt und in fünf Kategorien unterteilt:
Gottesdienst/Feiern, Glauben vertiefen, Gemeinschaft, Organisation und
Strukturen sowie «Für Menschen da sein». Dann wurde mittels eines
Dezibelmessers und der Frage «Welcher Bereich ist mir so wichtig, dass ich mich
dafür engagieren würde?» eine erste Bilanz gezogen. Die Themen «Für Menschen da
sein» und Gemeinschaft erreichten über 70 Dezibel.
Doch nicht nur das
Summ-Voting an der Ergebniskonferenz war aussergewöhnlich. Der Zupf-Chor
unterhielt als ein Produkt aus diesem Projekts die Gäste: Alle zehn Minuten
beim Wechseln der Themengebiete gab es ein musikalisches Intermezzo, das «Üs
drü» eigens dafür komponiert hatten. Abschliessend gestalteten die drei
Hobbymusiker einen spontanen, musikalischen Rückblick auf den Nachmittag. Für Thomas
Wallimann war das Highlight neben den Gesängen des Zupf-Chores vor allem, wie
sich 15 Kinder spontan bereiterklärten, ein Kinder-Pfarreifest zu organisieren.
Dieses spontane und freudige Ja zu einem Projekt-Engagement habe auch die
Erwachsenen motiviert und ermutigt.
Zum Projekt gehörten auch zwei Vortragsabende mit Theologieprofessoren
oder ein Live-Interview von Pfarrer Thomas Meli im Sonntagsgottesdienst mit dem
46-jährigen Adolf Ettlin, dem Wirt des Cafés Ciao: «Im Religionsunterricht
haben wir gehört, wie Jesus mit Jung und Alt, Arm und Reich, Blind und Taub
zusammengesessen ist. Die Pfarrei muss auch ein solcher Ort sein.»
Herzlich, Markus Baumgartner
"
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