Leipziger Buchmesse: Breites Spektrum an Luther-Literatur

 

Bücher zum 500. Reformationsjubiläum dominieren laut Renate Nolte von der Vereinigung Evangelischer Buchhändler und Verleger die diesjährige Leipziger Buchmesse. Von Donnerstag bis Sonntag werden Zehntausende Besucher erwartet.

Es gibt sicher kein Thema, das in diesem Jahr stärker vertreten ist", sagte die Geschäftsführerin der Vereinigung dem Evangelischen Pressedienst (epd). Literatur zum Reformator Martin Luther und zum Jubiläumsjahr gebe es in allen Gattungen, sagte Nolte weiter. Neben theologischen Fachbüchern fänden sich Inhalte zur Reformation auch in Kinder- und Hörbüchern, Graphic Novels, humoristischen Publikationen und in der Belletristik.

"Mir fällt fast kein Lebensbereich ein, der nicht mit Luther konfrontiert ist", resümierte Nolte: "Das ist schon ein sehr breites Spektrum." Auch Fernsehsender wie 3sat und Arte oder die ARD hätten bereits angekündigt, Luther und das Reformationsjubiläum als wichtiges Thema der Buchmesse aufzugreifen.

Figuren der Reformation: Bora lasse sich "auch einfach gut präsentieren"

Viele Publikationen griffen dabei "tatsächlich die gesamte Zeit der Reformation auf", fügte Nolte hinzu. Neben Luther (1483-1546) seien dabei unter anderem Reformator Thomas Müntzer (1489-1525) und Luthers Ehefrau Katharina von Bora (1499-1552) immer wieder Thema. Gerade Bora lasse sich "auch einfach gut präsentieren", sagte Nolte. Eine weitere Veröffentlichung, die sich auf der Buchmesse wiederfinde, sei die neue Lutherbibel.

Auf die Frage, ob von der Buchmesse ein genereller Impuls für das Jubiläumsjahr der Reformation ausgehen könne, sagte Nolte: "Davon gehe ich fest aus." In Verlagen oder Buchhandlungen mache sich zwar nach und nach der Eindruck breit, es gebe nun genug Literatur zum Beispiel zu Luther. "Aber die Bevölkerung in Deutschland hat das Jubiläum denke ich noch lange nicht in allen Bereichen umfassend wahrgenommen", erklärte sie.