24. Dezember: 24 offene Kalendertürchen und ein Fazit

 

Endlich ist es soweit. Heiligabend ist (fast) da. Und damit auch der letzte Eintrag unseres „Advent Intensiv“-Blogs. Ein Rückblick über die letzten vierundzwanzig Tage, in denen wir versucht haben, den Advent ganz bewusst zu gestalten.


Wir für unseren Teil haben aus der Zeit viel mitnehmen können. Durch die tägliche Konfrontation mit der Adventszeit haben wir ein paar neue Erkenntnisse gewonnen. Wenn's euch interessiert, würden wir die hier gerne kurz mit euch teilen. :-)

24 Tage Vorweihnachtszeit können lang sein. Geschenke hier, Festtagsessen da und gaanz viel Süßes. Bewusst aus dem Weihnachtskonsum auszusteigen war eine tolle Erfahrung. Der Fasten-Tag hat mir, Simona, bei der ganzen Schoko-Völlerei sehr gut getan. Und mir, Lisa, ist das bewusste Auszuruhen und einfach mal Nichts-Tun in guter Erinnerung. Auch in der stressigsten Zeit des Jahres ist eine goldene Mitte und Balance wichtig. Bei so vielen Shoppingtouren und "Last-Christmas" in Dauerschleife ist besinnliche Ruhe ein sinnvoller Gegenpol. Advent sollte uns nicht nur in Stress und Perfektionismus, sondern vielmehr in eine freudige Erwartung stürzen.

Natürlich haben wir auch die grundlegenden weihnachtlichen Traditionen befolgt: Plätzchen gebacken, Adventslieder gesungen, Weihnachtsgeschichten gelesen, Geschenke gebastelt. (Mal schauen, was unsere Family zu denen heute Abend sagt... :))

Wir haben versucht, die Augen nach Möglichkeiten offen zu halten, in denen wir unseren Mitmenschen Gutes tun können und haben dabei gemerkt, dass einem das oftmals viiel mehr zurück gibt. Zum Beispiel beherrschen wir jetzt die Kunst des (fast!) perfekten Geschenke-Einpackens. Den netten Buchhändlerinnen an dieser Stelle nochmal: "Danke!". Der extra Küchendienst hat zwar nicht so viel Spaß gemacht, aber dass wir jemand völlig Fremdes Asyl gewährt haben, hat sich sowas von gelohnt. Jetzt kennen wir einen netten und spannenden Menschen mehr.

Außerdem haben wir gemerkt, dass ein liebes Wort zur rechten Zeit oftmals viel bewirken kann. Darauf wollen wir auch in der Nachweihnachtszeit verstärkt achten. Gleichermaßen sind wir aber auch an manche Grenzen gestoßen: Das Pflegeheim war mit unserem Angebot, Zeit zu schenken, offenbar so überfordert, dass es darauf verzichtet hat, es anzunehmen. Die Plätzchen, die wir gebacken hatten, um sie unserer Umwelt als Zeichen der Liebe zu schenken, haben es nie über unsere WG hinausgeschafft – unseren lieben Mitbewohnern haben sie einfach zuu gut geschmeckt. :)

Wir haben gelernt, dass Nächstenliebe zu üben und Gutes zu tun sich nicht erzwingen lassen – zwei Stunden lang sind wir durch die Stadt gezogen, um dann ohne eine gute Tat vollbracht zu haben wieder nach Hause zu gehen. Vielmehr geht es wohl um eine grundsätzliche Einstellung, in der man sich immer wieder üben muss, sodass sie Frucht bringt.

Unser Fazit: Im Grunde geht es doch im Advent darum, worum es im ganzen Leben eines Christen gehen sollte. Sich des Lebens freuen und es feiern, warten und geduldig bleiben, andere beschenken und ihnen liebevoll begegnen, sich in die Stille zurückziehen und sich auf den besinnen, um den es geht.

In diesem Sinne wünschen wir euch eine gesegnete Weihnacht und bedanken uns für eure Unterstützung!

Ein unvergessliches Fest und einen guten Rutsch wünschen euch,

Lisa und Simona 

(Quelle:jesus.de)