"Wenn die Alltagsroutine infrage gestellt wird, beginnt man, über sein Leben im Ganzen nachzudenken, darüber, wer einem wichtig ist und warum."
Anthony Spencer ist ein erfolgreicher Geschäftsmann aus Oregon. Sein Leben ist auf Kontrolle und Gewinnmaximierung ausgerichtet. Seine Angestellten haben Angst vor ihm, richtige Freunde hat er nicht und die Beziehungen zu seiner Familie sind zerbrochen. Den Frust über seinen verstorbenen Sohn sowie zwei Scheidungen mit derselben Frau versucht er im Alkohol zu ertrinken. Er fürchtet um sein Geld, ändert nach Lust und Laune sein Testament und steigert sich so immer stärker in eine Paranoia hinein. Als er eines Tages zusammenbricht und auf der Intensivstation landet, scheint sein Leben am Ende angekommen zu sein. Doch während sein Körper ums Überleben kämpft, erwacht Tony in einer Zwischenwelt. Dort begegnen ihm ein junger Mann, der sich als Jesus ausgibt, und der Heilige Geist in Gestalt einer großmütterlichen Indianerin. Von ihnen erhält er die Fähigkeit, einen anderen Menschen durch Gebet zu heilen. Tony kehrt auf die Erde zurück – doch nicht in seinen eigenen Körper, sondern in den Kopf eines 16-jährigen Jungen mit Down-Syndrom. Für Tony beginnt eine Reise, die ihm völlig neue Perspektiven bietet und ihn zum Kampf gegen sein eigenes Ego auffordert.
William Paul Young ist ein packender Roman mit Fantasy-Elementen gelungen. Dabei schafft er eine Mischung aus schon in "Die Hütte" verwendeten Ideen sowie neuen Überraschungsmomenten. Das Buch steckt voller Emotionen, die Young exzellent zu vermitteln versteht. Neben allen emotionsgeladenen Szenen ist es besonders Youngs Humor, der dem Buch Leben verleiht. Zum einen nimmt er dabei die religiöse amerikanische Kirchenszene aufs Korn. Zum anderen bringt der Humor dem Leser die Charaktere näher. Ähnlich wie bei "Die Hütte" ist "Leid" ein Thema des Buches. Gleichzeitig wird ein Schwerpunkt auf die Frage nach dem Sinn des Lebens, Reichtum und Vergebung gelegt. "Der Weg" ist kein Buch für Leute, die korrekte Antworten auf tiefgehende theologische Fragen suchen. Dennoch regt es zum Nachdenken an und hinterfragt insbesondere das eigene Gottesbild. Youngs Werk richtet sich sowohl an interessierte Nicht-Christen als auch an gläubige Christen. "Der Weg" möchte dazu beitragen, innere Wunden zu heilen, Blockaden zu lösen und zu einem Neubeginn zu ermutigen.
Kommentare zu diesem Eintrag: (60 insgesamt)
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RE: William Paul Young: Der Weg
Das ist nicht euer ernst?
Paul William Young lehrt in seinen Büchern ein völlig verdrehtes Gottes- und Menschenbild.
Und bitte. Lest nur mal den Klapptext:
"...Er muss einen Menschen auswählen und diesen heilen – um damit die eigenen Vergehen zu sühnen...."
Ich habe meinen 12-jährigen Bruder gefragt, was er davon hält. Und selbst er merkte sofort, dass das eine falsche Lehre ist.
Wie könnt ihr solche Dinge hier noch als positiv darstellen und weiterempfehlen?
Wisst ihr eigentlich, dass der Herausgeber ein Esoterik-Verlag ist? http://www.ullsteinbuchverlage.de/allegria/verlag.php
Nebenbei:
Der Autor leugnet den Sühnetod...
http://distomos.blogspot.de/2010/05/die-leugnung-des-suhnetodes-christi.html
Ich hoffe sehr, dass ihr prüft um was es sich bei diesem Buch handelt und diese Empfehlung schnellstens löscht.
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