Ein sehr überzeugendes und recht gut zu lesendes Buch. Die akademischen Weihen der beiden Autoren schrecken dabei in keiner Weise ab.
Das Wort vom Kreuz – ein zeitloses und mehr denn je hochaktuelles Thema, an das sich die beiden profilierten Theologen Heinzpeter Hempelmann (Evangelische Hochschule Tabor in Marburg, früher Theologisches Seminar der Liebenzeller Mission) und Michael Herbst (Professor an der Universität Greifswald) heranwagen.
Die historische Tatsache, dass Jesus am Kreuz gestorben ist, stellen recht wenige in Frage. Das „Warum“ jedoch ist in unserer Zeit mehr denn je umstritten, gerade in der Theologie. Insbesondere die Vorstellung eines Sühneopfers wird abgelehnt, weil dies zu sehr das Bild eines kleinlichen Rachegotts heraufbeschwören würde. Diesen Zusammenhang stellen die beiden Autoren überzeugend in Frage. Zum einen werden in meinen Augen falsche Gottesbilder korrigiert, zum anderen wird an der absoluten Notwendigkeit des Kreuzes als Voraussetzung für die Erlösung nicht gerüttelt. Dabei versucht sich Hempelmann in der Auseinandersetzung mit früheren theologischen Kreuzesdeutungen (insbesondere der Satisfaktionslehre des Anselm von Canterbury) und philosophischen Kreuzeskritikern (insbesondere Friedrich Nietzsche) an der Formulierung einer für Christen in heutiger Zeit verständlichen Kreuzestheologie. Dagegen kümmert sich Herbst mehr um die Vermittlung des Kreuzes an eine skeptische Generation, was zwei Predigtbeispiele am Ende des Buches unterstreichen.
Kommentare zu diesem Eintrag: (3 insgesamt)
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Re: Heinzpeter Hempelmann/Michael Herbst: Vom gekreuzigten Gott reden
"Das „Warum“ jedoch ist in unserer Zeit mehr denn je umstritten, gerade in der Theologie. Insbesondere die Vorstellung eines Sühneopfers wird abgelehnt, weil dies zu sehr das Bild eines kleinlichen Rachegotts heraufbeschwören würde. Diesen Zusammenhang stellen die beiden Autoren überzeugend in Frage. Zum einen werden in meinen Augen falsche Gottesbilder korrigiert, zum anderen wird an der absoluten Notwendigkeit des Kreuzes als Voraussetzung für die Erlösung nicht gerüttelt."
1Joh 2,2 Er ist die Sühne für unsere Sünden, aber nicht nur für unsere Sünden, sondern auch für die der ganzen Welt.
1Joh 4,10 Nicht darin besteht die Liebe, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat.
2Tim 4,3 Denn es wird eine Zeit kommen, in der man die gesunde Lehre nicht erträgt, sondern sich nach eigenen Wünschen immer neue Lehrer sucht, die den Ohren schmeicheln;
In solch einer Zeit befinden wir uns gerade u. da ist es zunehmend von Bedeutung, sich nicht irre machen zu lassen!
LG Geh-sieben
RE: Heinzpeter Hempelmann/Michael Herbst: Vom gekreuzigten Gott reden
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Die historische Tatsache, dass Jesus am Kreuz gestorben ist, stellen recht wenige in Frage. Das „Warum“ jedoch ist in unserer Zeit mehr denn je umstritten, gerade in der Theologie
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Ich bin doch wahrhaftig der Meinung, unverändert, das Gottes Wort das aufzeigt. Und wer hält das wohl für umstritten? Nachfolger Christi?
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