Jesus spricht selbst die Feindesliebe an, die schwerer ist als einfach nur den zu lieben, den ich sowieso schon mag ... Ich denke, daß lieben und mögen doch zweierlei sind. Jemanden zu lieben ist eine Entscheidung. Eben die Entscheidung, alles für das Wohl des anderen zu tun. Dieser Wille drückt sich eben auch aus ... wenn ich nun jemanden liebe (ehren, achten, respektieren, für sein Wohl sorgen), den ich eh mag und der mir schon immer sympathisch ist, ist das leicht, gell? Was aber mit jemandem, den ich nicht mag? Und an dieser Stelle hilft mir persönlich die Liebe, die ich mir von Jesus hole, denn nur mit Seiner Liebe - ganz real - ist es mir persönlich möglich, den anderen "zu lieben" (zu ehren, zu achten, zu respektieren und für sein Wohl zu sorgen). Genau das tat Jesus mit uns, die wir ihn nicht liebten, sondern von Gott abfielen. Er liebte und liebt ... bedingungslos.
Der Ursprung von allem ist, daß wir in die Einheit Gottes hinein-geschöpft wurden, wir wurden geschaffen in und für die Einheit, die Gemeinschaft mit Gott. Damals gab es noch keine Trennung ...
Dss Gericht selbst - so denke ich - wird für die kommen, die meinen, daß die Gnade und die Liebe Gottes nicht ausreichen, um die Beziehung zu Gott wieder herzustellen und somit noch Gesetze erfinden und/oder herauskramen, weil sie meinen, noch etwas tun zu müssen, denn Gott würde es allein nicht schaffen mit seiner Liebe. Diese Menschen werden mit ihrem und an ihrem eigenen Maß gerichtet werden. Einmal - so empfinde ich - wird Gott sagen - und nun behandle ich Dich ganz genauso wie Du mich ... (natürlich ist das menschliche Denke, klar) Ich wage es mir nicht auszumalen, wie eine Welt völlig ohne Liebe aussehen könnte ... völlig ohne Herz, ohne all diese "netten und für uns so normalen alltäglichen Dinge" ...
Ja, ich gehe dem auch oft nach, diesem Gedanken, daß Gott vielleicht doch alle Menschen erwählt hat, einfach weil ich damit besser klar komme ... Aber für mich hab ich festgestellt, macht das mein Leben nicht aus und es hat auch keinen Einfluss auf unsere Beziehung, auf mein Leben mit Gott ... Er ist trotz dieses Gedankens, den oder die ich nicht mag, immer noch der, der mich herausgeholt hat aus der Finsternis, dem Sumpf, der mich erlöst, befreit hat, der mich verändert hat, mich vor allem liebt wie kein anderer, der mich angenommen hat wie kein anderer und der mich zurückgeholt hat nach Hause ... in die Gemeinschaft und Einheit, für die ich geschaffen wurde. Dass das alles noch nicht "perfekt" ist, sagt die Bibel (Gott) und gibt mir ja zeitgleich eine Hilfe, um diese Zeit jetzt noch zu überstehen ... Er gibt mir Einblick in das, was kommen wird und immer auch Hilfe, Trost und Beistand. Er trägt mich, wann immer ich in die Knie gehe und nicht mehr kann ... nicht weil ich so toll bin ... sondern weil er mich liebt und nicht anders kann ...
Gottes Gericht und Gerechtigkeit sind nicht das, was wir gemeinhin darunter verstehen. Unsere Gerechtigkeit ist ein Justizbegriff. WIR sind die, die eine Gerichtssituation sehen ... Gottes Gerechtigkeit ist ein Beziehungsbegriff, auf etwas gerichtet, nämlich auf uns ... wir müssen Gott nicht gerecht werden, können wir gar nicht, niemand konnte das (nur Jesus), Gott ist bereits uns gerecht geworden, denn er ging uns nach, die wir abfielen, um uns zurückzuholen.
Dabei lasse ich nicht außer Acht, daß es bei ihm keine Zeit mehr gibt ... Es gibt sie einfach nicht mehr, vertief Dich mal in diesen Gedanken ... das ist echt krass cool.
Ich persönlich habe den festen Glauben daran, daß wenn ich vor dem Vater stehe ich zu Ihm nur sagen muss - wenn es nicht Jesus schon tut - Ich kenne Deinen Sohn. Der Vater wird mich durch die Augen seines Sohnes sehen, also in aller Liebe, mit Liebe, duch Liebe, denn Jesus ist Liebe, Gott ist Liebe. Ich bin gerettet. DAS ist die Gute Nachricht, an die ich glaube, so, wie sie geschrieben steht.

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