Ich finde die Entscheidung sehr schade, weil ich ueberschaubars Beiträge in der Mehrzahl mochte - er hat oft auf überspitzte Weise das formuliert, was mir so durch den Kopf schoss, aber ich aus (Denkpause von etwa einer Minute...) Höflichkeit halbwegs für mich behalten habe.
Ich bekenne hiermit öffentlich, dass ich mich bei vielen "Wunderthreads", gerade wie mit dem Portemonnaie, nach dem ersten Lachanfall mit einem leichten Anflug von Panik frage, ob das nun eine Persiflage ist (wie mein "Hilfe, meine Frau schaut Kochsendungen"-Thread), oder ob die Threaderöffner das tatsächlich ernstmeinen.
Ja, ich gebe auch zu: Zu Frau-Watzmanns Thread hatte ich auch eine etwas satirische Antwort geschrieben, aber ich habe sie vor dem abschicken wieder gelöscht, weil ich dachte: Das kannst du nicht machen, du findest sie ja eigentlich auch ganz nett. Lass die Menschen im Glauben an mysteriöse Portmonnaies, Jobangebote aus dem Himmel und nachwachsende Toilettanpapierrollen, wenn es ihre Lebenswelt irgendwie erträglicher macht.
Aber manchmal... manchmal möchte ich einfach etwas dazu sagen, weil ich es Gott gegenüber grässlich finde, solche Threads zu eröffnen, die seine Wundertätigkeit, die zweifelsohne stattfindet, ins absolut Lächerliche zieht und wo ich mich obendrein, selbst wenn ich gar kein Christ bin - aber eben Gläubiger an den Gott der Bibel- , einfach nur ganz elend fremdschäme. Weil ich "Gott hat mir geholfen, einen Parkplatz zu finden" erniedrigend und peinlich für jeden Gläubigen finde. Denn damit wird jeder Gläubige, wenn man sich mal in die Sicht eines Außenstehenden versetzt, der so etwas liest, als Himbeertoni mit massivem Realitätsverlust dargestellt, und ich muss zugeben, dass ich das in dem Fall nicht einmal so ganz ungerechtfertigt oder unnachvollziehbar fände.
Darf man das noch sagen? Was darf man dazu sagen, ohne das Terrain der Charta eindeutig zu verlassen?
Muss man solche Geschichten wirklich unkommentiert stehen lassen? 

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