Ich dachte auch sofort, daß dein Erlebnis, daß du über dich selbst richten sollst mir so vorkam, wie eine Zwischenstation.
Sonst hört man ja eher von dem Weg durch den Tunnel, wo die Menschen oder Seelen dann ihr Leben nochmal wie ein Film sehen und dann ein tieferes Verständnis dafür bekommen, was sie rechtes und unrechtes getan haben in ihrem Leben.
So ist eine weitere tiefere Erkenntnis möglich bevor sie dann ins Licht gehen.
Das tut mir sehr leid, daß du deinen Bruder verloren hast. Das du in so einem Moment bei ihm warst und das zu ihm gesagt hast, hat ihm den Übergang sicher erleichert.
Eigentlich ist das ja überhaupt nicht lustig, aber hab grad son Lachanfall.
Das kommt mir dummerweise mehr wie bekannt vor. Wenn sich sowas festsetzt und man daran glaubt, daß Gott so erbarmungslos ist, dann ist das schon schwer mit so einer tiefsitzenden Angst durchs Leben zu gehen und es kann Jahre dauern, bis man sich davon befreit.
Ich könnte mir vorstellen, daß Gott dir vielleicht zeigen wollte, daß nicht er dich verurteilt, sondern du dich selbst( durch das strenge Gottesbild, was dir vermittelt worden ist)
Und die Aussage, daß du das nächste mal direkt ins Licht gehen sollst, könnte bedeuten, daß dich dieses Gottesbild, der Glaube vom strengen Richter, davon getrennt hat, direkt die Liebe Gottes anzunehmen. Sind aber nur so Gedankenspielerein.
Hat sich denn deine Einstellung zu Gott verändert, seitdem du diese Nahtoderfahrung hattest?
Ja, die Wege des Herrn sind unergründlich.
Liebe Grüße
Kantara

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