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Re: Gottesbilder

17.03.2012 13:15 Uhr     zu diesem Beitrag scrollen Beiträge von Buecherschrank im Baum nicht mehr markieren

Hallo Lotusblüte,

ich sehe vieles wie du. (Allerdings suche ich im Moment sehr - ich habe keine Antzworten.)


Lotosbluetezum BeitragDer Mensch braucht ein Bild, um auf Gott im eigenen Leben Bezug nehmen zu können. Das Problem liegt aber darin, dass Menschen ihre eigenen Gottesbilder als absolut und allgemein gültig darstellen wollen.


Da stimme ich dir uneingeschränkt zu. Nur: An Gottesbild der Frau, die ihr Kind ermordet stimmt ja offensichtlich etwas nicht und am Gottesbild der Misshandler ist etwas schräg. Du hat ja recht, es gibt nichts, woran man so etwas objektivieren könnte - aber wo ist dann die Grenze dessen, was man "Gott" nennen kann?


Lotosbluetezum BeitragDie BEZIEHUNG zu Gott ist aber die einzige Sicherheit, die wir bei ihm haben können.


Das mag ja durchaus so sein. Aber ein Kriterium, nach dem ich wissen kann, ob ich gerade eine Beziehung zum biblischen Gott, zu irgendeinem Götzenoder gar (wie bei der Kindsmörderin) zu tun zu haben scheint es nicht so geben. Die Emotionen allein können ja täuschen.


Lotosbluetezum BeitragWohl wissend, dass auch da, wo man sich scheinbar für das Gute entschieden hat, man menschliche Fehler machen kann – aber in der Verbindung zu Gott, der etwas Gutes aus allen Wegen machen kann.


Das sit zweiffellos richtig.Aber woher weiß ich,was "gut" ist? Das kommt doch schon aus Gott. Entsprechend verscheiden w ird definiert, was "gut" oder "Liebe" ist. Wir sind uns wahrscheinlich einig, dass Schläge lieblos sind. Aber kann man das gar nicht objektivieren? Die Bibel taugt dazu nicht, Kirchen haben schon alles Erdenkliche gepredigt. Was bleibt?


Lotosbluetezum BeitragMan kann ihnen nur vermitteln, wie man selbst Gottes Wirken erlebt. Dazu stehen, für mein Empfinden, die Geschichten von Gott und seinen Menschen in der Bibel.


Das denke ich auch. Aber es ist mir ja nicht so ganz egal, welcher Gott das ist. Ich glaube ich wäre schon enttäuscht, wenn eines meiner Kinder später "Gesundheit" oder "Geld"" als wertentscheidend betrachtet. So etwas gibt es ja durchaus.


Lotosbluetezum BeitragIch persönlich glaube nicht, dass Gott dem Abraham direkt befohlen hat, Isaak zu opfern. Gott hat ihn vielleicht geprüft und hat rechtzeitig eingegriffen, bevor die Katastrophe da heraus wirklich passierte. Aber Gott hat nach Abrahams Herz beurteilt.


Isaac ist ja gar nicht geopfgert worden - jephtas Tochter hatte weniger Glück. Wir wollen ja alle nicht wirklich einen Kindsmord mit der Bibel rechtfertigen. Aber man könnte sogar das (Ich glaube auch nicht, dass Gott Mordbefehle gibt. Dann muss man aber weite Teile der Bibel anders lesen.) Nebenbei: Beinahe vom eigenen Vater ermordet worden zu sien, ist vielleicht ein Meilenstein des Glaubens. Aber welchen Glaubens? Das möchte man sich ja kaum vorstellen. Ruth Lapide erklärt immer, dass Isaak lange erwachsen war, aber ich erinnere mich noch an Bilder, die ihn als Kind auf dem Altar zeigen.

Birgit

Labels:  Gottesbilder 

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