Ein interessanter Vergleich. Was einem Gläubigen widerfährt, der öffentlich auch nur im Entferntesten in Erwägung zieht, daß Gott sich ausnahmslos mit allen Menschen versöhnt, daß Jesus vielleicht nur ein gewöhnlicher Prediger, Maria eine junge Frau mit gesundem Sexualleben und Homosexualität vielleicht doch keine Sünde sei, hat mit Stalinismus natürlich nichts gemein. Was ich hier nicht verstehe - was erwartest du von diesen unnötigen und unsinnigen Abwertungen? Allgemein - was erwarten Kreationisten? Die Verunglimpfung der ET und deren Vertreter ist teilweise schon Programm. Gleichzeit wird sich aber darüber aufgeregt, daß Kreationisten ausgegrenzt werden. Naja...
Aber sei's drum - natürlich werden Wissenschaftler auch ausgegrenzt - du täuscht aber über zwei Umstände. Zum einen gibt es so gut wie keine "hochrangigen" Wissenschaftler, die öffentlich den Kreationismus unterstützen (wobei es schon interessant ist, daß die Bezeichnung "hochrangig" hier immer im Kreationismuzdebatten fällt - wer will hier wem was verkaufen?). Zum anderen werden Wissenschaftler nicht ausgegrenzt, weil sie den Kreationismus unterstützen - dies wäre ein klare Diskriminierung und somit zu verurteilend. Wissenschaftler werden ausgegrenzt, wenn sie in ihrer Arbeit als Wissenschaftler nicht die geforderter Qualitätsansprüche erfüllen. Wenn sie auf Institutsseiten ihren persönlichen Glauben kundtun, wenn sie fragwürdige Arbeiten unter Umgehung der erwarteten Kontrollinstanzen veröffentlichen, wenn sie ihren Doktortitel kaufen und generell ihre Wunschträume als wissenschaftliches Ergebnis präsentieren.
Vielleicht kannst du dir in dieser Hinsicht Siegfried Scherer ansehen - seine wissenschaftlichen Arbeiten sind anerkannt, ebenso seine Fähigkeiten, eine Institution zu leiten. Von Ausgrenzung kann man auf dieser Seite wenig sehen. Dennoch ist er einer der "hochrangigsten" Kreationisten Deutschlands, und hat in diesen Amt schon etliches fragwürdiges von sich gegeben.

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