Hat jemand Erfahrungen mit Haus-zu-Haus Evangelisationen gemacht? Ich finde den Ansatz interessant. Es gibt schließlich die Möglichkeit einen Dienst zur umfassenden Schulung in Anspruch zu nehmen, ein Unterstützer-Team beim Einsatz (Bibelschüler) und das Material. Die Arbeit ist zwar gar nicht neu, aber ich habe persönlich noch nie davon gehört. Südkorea wurde in den 60ern auf diese Weise komplett mit dem Evangelium erreicht und hat heute fast 30% Christen in einem nicht traditionell christlichen Umfeld und elf der zwölf größten Gemeinden weltweit.
http://www.ajh-info.de/
Ich weiß, dass sich das Modell sehr nach Zeugen Jehovas anhört. Aber hey! Ich habe es gleich zwei mal den Zeugen zu verdanken, dass ich mit Jesus gehe. Wenn die damals bei meinen Eltern nicht an der Haustüre geklingelt hätten, wäre ich heute möglicherweise noch kein Christ... Und wenn sie mich nicht Jahre später durch ihre Hingabe zur Eifersucht gereizt hätten, wäre ich immer noch ein fleischlicher Christ...
Ich bin persönlich gar nicht der Typ, der sich darin wohlfühlen würde, Menschen an ihrer Haustür auf Jesus anzusprechen. Ich hätte ein Mörderschiss (aka Menschenfurcht). Aber ich finde es auch nicht richtig, sich auf das anonyme Einladen über Zeitungen und Web in die Gemeinde zu beschränken und einfach nur dafür zu beten, dass Gott Menschen senden möge. Ich glaube Christus kann zu recht erwarten, dass wir uns dazu entscheiden für ihn zu leiden bzw. wenigstens Unbequemlichkeiten auf uns zu nehmen.
Ich habe die Konzeptmappe einer Ältesten gemailt. Sie kannte die Arbeit allerdings und wollte es beim Leitungskreistreffen ansprechen. Mal sehen, was daraus wird... Meine jetzige Gemeinde ist überaltert und stirbt aus. Ich wünsche mir sehr, dass wir inneres Wachstm erfahren, dass sich dann in einem äußeren Wachstum manifestiert.
Lieben Gruß

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