Hallo, Ihr,
Ich bekomme nach einer langen Familienphase evt. eine Umschulung vom Arbeitsamt. Gelernt hab ich eigenlich B'ürokauffrau.
In der Familienphase habe ich nebenher viel gemacht, in der Gemeinde und auch sonst, ehrenamtlich.
Jetzt arbeite ich in einem Kindergarten.
Hab auch schon in der Altenpflege und in einem Heim für geistig behinderte Erwachsene geschnuppert, und fand es schön.
Ich hab auch super Feedback gekriegt, wie begabt und berufen usw. ich wäre und wie toll ich das machen würde.
Also dachte ich, Alltagsbetreuerin wäre gut für mich.
Und nun, wo es ernst wird (Arbeitsamttermin steht fest) kriege ich folgende Bedenken:
Ich habe ziemlich viel schlechtes Erlebt als Kind und Jugendliche. Darum passiert es mir oft, daß mich eine richtig Welle von Traurigkeit überkommt, wenn ich z.B. abgelehnte Kinder, Waisenkinder, vereinsamte und ausgeschlossene Menschen sehe.
Es geht mir total an die Substanz, es triggert mich sehr oft. Ich kämpfe dann mit den Tränen und brauche zu Hause erstmal eine Zeit, in der ich damit klarkommen kann.
Und ich denke, schafft man das denn, in einem Altenheim zu arbeiten, wenn man so ist wie ich? Oder soll ich das lieber weiterhin als Ehrenamt machen und mir einen Bürojob suchen?
Einerseits sagen alle (und ich empfinde es auch so) daß ich sehr liebevoll und emphatisch bin. Die Leute reagieren sehr positiv auf mich. Aber vielleicht ist es in diesen Berufen auch eine Schwäche.
Hat jemand Erfahrungen gemacht, wie und ob man überhaupt damit klar kommen kann?
Liebe Grüße Einhorn

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