Hi!
Ich möchte heute mal ganz nüchtern in die Runde fragen, wie lange es bei Euch im Schnitt so gedauert hat, bis Ihr Eure homosexuelle Neigung überwunden habt. Wenn ich so die Fachliteratur dazu lese, dauerte es bei vielen in der Regel bis zu drei Jahre, bis man diese Neigung in der Form überwunden hatte, daß man entweder erfreulicherweise "Frau und Kinder" haben konnte oder den "enthaltsamen Weg in persönlicher Heiligung" gehen konnte.
Ich bemühe mich seit ungefähr einem guten Jahr ernstlich um eine Veränderung, stelle aber immer wieder fest, wie hatnäckig und schwer es ist, diese Neigung zu überwinden. Oft ist es eine reine Kopfsache, bei der ich einfach nur mal wieder den Kopf "gut durchlüften" muß, um einen klaren Blick zu haben und nicht darunter zu leiden, denn mir ist aufgefallen, daß diese Neigung auch dann quälend ist und wieder Vormacht bekommt, wenn ich mich im "schlechten Sinne" mit ihr beschäftige, so nach dem Motto "ich armer Schwuler, es gibt ja eh keine Hoffnung" ... Manchmal ist es aber auch das Gefühlsmäßige, was besonders in einsamen Stunden dann ziemlich bedrückend ist. Wo andere, wenn sie Probleme haben, wenigstens einen Partner oder sogar eine Familie zur Ablenkung haben, habe ich niemanden und sitze dann im wahrsten Sinne alleine damit zu Hause ...
Na ja, wie lange hat es bei Euch gedauert? Wie geht Ihr mit Rückschlägen oder Rückfällen um (z.B. Gedanken an Intimität) oder ähnliches? Seid Ihr heute ganz frei davon oder gibt es manchmal noch Versuchungen?
Es wäre echt klasse, wenn Ihr hier mal schreiben würdet - gerne auch anonym.
(An den Moderator: Bitte Grundsatzdiskussionen über "Sünde oder nicht Sünde" im Zaun halten oder ganz unterbinden. Darum soll es hier nicht gehen. Vielen Dank!)
Allen Segen
Chris

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