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Horror beim Zahnarzt

15.01.2012 12:45 Uhr     zu diesem Beitrag scrollen Beiträge von kvinna im Baum nicht mehr markieren

Guten Mittag liebe Leute!

Ich hatte gestern ein sehr schlimmes Erlebnis beim zahnärztlichen Wochenendnotdienst.

Da mich schon seit 10 Monaten ein Zahn mit Schmerzen plagt und ich deswegen schon mehrmals bei meiner Zahnärztin war (die ich sehr schätze), die aber immer nach x Röntgenaufnahmen den Zahn als gesund diagnostizierte, musste ich gestern abend vor lauter Schmerzen den Notdienst bei uns aufsuchen.

Es gab 3 Behandlungszimmer, aus einem Zimmer kamen die Patienten alle käseweiß hinaus, mehrmals wurde geschrien. Sogar Kinder hörte man laut schreien und weinen.
Aus den anderen Behandlungszimmern hörte man nichts.

Ich ging während der Wartezeit extra noch einmal zur Sprechstundenschwester, und vergewisserte mich, ob Betäubungen gemacht werden. Diese bejahte, dass bei Schmerzen selbstverständlich Betäubungen durchgeführt werden.
Das beruhigte mich.

Leider kam ich dann genau zu dieser Ärztin, wo so viele Schreie herausdrangen. Die Behandlung lief auf eine Wurzelbehandlung hinaus. Ich bat schon zu Beginn um eine Spritze, da ich große Angst hatte.
Die Arztin versicherte mir, dass ich keine Schmerzen spüren würde, aber falls doch, soll ich meine Hand heben und sie führt eine Betäubung durch. Ich vertraute ihr.
Schon nach wenigen Sekunden fuhr ein Stechender Schmerz bis hinauf zur Nasenwurzel und in den Kieferknochen. Es war entsetzlich. Ich schrie auf und wackelte wie verrückt mit der Hand, aber die Ärztin hörte nicht auf. Da riss ich meinen Kopf weg, weil ich es nicht mehr aushielt.
Ich bat erneut um eine Spritze, sie meinte nur, dass ich doch keine Schmerzen habe und sie nur bei Schmerzen eine Spritze verabreicht. Ich hatte schon Tränen in den Augen und versicherte, dass ich das nicht aushalte und es sehr sehr weh tut.
Sie meinte, "Nein, Sie haben keine Schmerzen, ihnen tut gar nichts weh und wenn ich mich so anstelle muss sie das Loch offen lassen und sie könne nichts mehr für mich tun."

So führte sie die Behandlung fort, ich klammerte mich fest, war schweißnass und bat abermals um eine Spritze. Ich fügte auch hinzu, dass ich bereit bin, die Kosten für eine lokale Betäubung selbst zu übernehmen. Sie meinte nur, dass es nicht um die Kosten gehe, die übernimmt auch die Kasse, aber dass mir nichts weh tut und sie nur bei Schmerzen Spritzen gibt.

So musste ich diese Prozedur über mich ergehen lassen, ich habe die ganze Behandlung über geweint und gestöhnt, tränenüberströmt verließ ich das Wartezimmer.

Es was so schlimm.

Insgesamt hab ich 4 mal um eine Betäubung gebeten. Sogar dass ich mir die Kosten selbst zahle.
Die Ärztin hat gesehen wie sehr ich leide, weine, stöhne, schwitze. Die Spritze wurde mir wehement verweigert und ich war der Ärztin total ausgeliefert, weil sie ja sonst die Behandlung nicht fertig geführt hätte.

Ist so etwas denn erlaubt? Muss man als Patient so etwas hinnehmen? In sämtlichen Zahnarztpraxen wird damit geworben, dass man heute keine Schmerzen mehr aushalten muss, und Betäubungen obligat sind. Bei meiner Ärztin muss man sogar extra mitteilen, wenn man keine Betäubung möchte, weil sie sonst automatisch eine setzt.

Der Notdienst ist in einem super modernen Krankenhaus, also kann es auch nicht sein, dass die dort nicht genügend ausgebildet oder mit Medikamenten unterversorgt sind.
Ich verstehe das nicht.
Wenn ich jetzt dran denke, kommen mir noch die Tränen, weil ich mich einfach menschlich total mißachtet gefühlt habe.

Ehrlich gesagt hätte ich lieber Zwillinge bekommen, als diese Zahnarztschmerzen auszuhalten.

Ist euch sowas schon mal passiert?
Danke

Labels:  Zahnarzt 

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