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Taliea

Pille - Das richtige Präparat finden

04.02.2012 16:24 Uhr     zu diesem Beitrag scrollen Beiträge von anonyma d0549e258 im Baum nicht mehr markieren

Hallo,

bevor ich schon wieder einen Nachmittag im Wartezimmer verbringe und das vielleicht gar nicht nötig ist, hoffe ich jetzt hier auf ein paar Meinungen und vor allem Erfahrungen bzw. Hilfe beim Interpretieren des Beipackzettels.

Wir haben lange mit Kondomen verhütet und im letzten Herbst beschlossen, doch mal auf die Pille umzuschwenken. Das hat vieles sehr entspannt Meine Frauenärztin war von meinem Anliegen ganz entzückt und hat mir freudestrahlend und ohne große Erklärungen zwei Packungen der "Asumate20" in die Hand gedrückt.

Ich habe gleich im ersten Monat mehrfach heftige Kopfschmerzattaken bekommen, die ich so nicht kannte (ich bin da eigentlich nicht sehr anfällig). Außerdem machte sie, wie mein Mann behauptet (ich habe das nicht so wahrgenommen "schlechte Laune". Da es aber eine stressige Zeit war, habe ich erstmal keinen Verdacht geschöpft. Als es aber im zweiten Monat zu exakt den gleichen Zeiten wieder passierte, bin ich wieder hin und habe das Problem geschildert. Sie murmelte etwas von "... Spiegel zu hoch..." und hat mir ein Rezept für die "Alessia" mitgegeben. Dass es sich dabei um ein 24+4-Präparat handelt, habe ich dann erst gesehen, als ich das Rezept in der Apotheke eingelöst habe.

Seitdem ich die neue Sorte nehme, sind Kopfschmerzen und schlechte Laune verschwunden. Dafür schlittere ich jetzt von einer Zwischen- bzw. Schmierblutung in die nächste. Jetzt, nach sieben Wochen Einnahme dieses Präparats, habe ich fast genauso viele Tage mit Blutung wie ohne gehabt - das ist ja auch nicht so ganz im Sinne des Erfinders. Allerdings sind die Tage, an denen die Packungsbeilage die Blutung verspricht, dafür dann ohne gewesen. Das nervt mich gerade extrem, erstens weil es meinen Verbrauch an Hygieneartikeln ungefähr verdreifacht (ich rechne bereits beim geringsten Bauchgrummeln mit dem Schlimmsten), zweitens weil bluten an sich schon ausreichende Verhütungsmethode ist, drittens weil mein unregelmäßiger Zyklus eigentlich der Hauptgrund war, weshalb ich mich für die Pille entschieden habe und viertens, weil jede Schmierblutung die üblichen "Ich habe meine Tage-Begleiterscheinungen" mit sich bringt (ich habe jetzt quasi Dauerbauchschmerzen). Nun sagt die Packungsbeilage, dass das anfangs ganz normal ist.

Frage: Wie lange ist "anfangs"?
Müsste da jetzt nicht langsam mal eine deutliche Veränderung kommen? Macht es Sinn, die dritte Packung noch durchzuziehen und auf Besserung zu hoffen oder lasse ich mir gleich nächste Woche einen Termin geben und bitte um ein anderes Präparat? Auf was muss ich dabei achten?

Hinzu kommt übrigens, dass ich mit der 24+4-Variante nicht so glücklich bin. Einem erneuten Wechsel wäre ich daher schon deshalb nicht total abgeneigt. Angeblicher Vorteil ist ja, dass man durch die Placebo-Pillen durchgängig eine nimmt und nicht aus dem Trott kommt. Das mag für manche ja genau richtig sein, ich bin aber mehr als verkopft und auf solche Helferchen wirklich nicht angewiesen, mir widerstrebt es eher, öfter als nötig etwas zu schlucken. Außerdem habe ich laut Packungsbeilage nur auf Kosten einer Verhütungspause die Chance, mal den Wochentag der Blutung zu ändern (was allerdings erst interessant wird, wenn es überhaupt alle vier Wochen einen bestimmten Tag gibt, an dem sie beginnt ).

Mir ist schon klar, dass nicht jede Frau mit der Pille Freund sein kann. Vielleicht passen hormonelle Verhütungsmethoden einfach nicht zu mir, weil immer irgendein Hormon zu hoch oder zu niedrig ist. Ich bin aber dennoch gewillt, noch ein weiteres Präparat auszuprobieren (oder bei dem hier durchzuhalten, wenn Hoffnung auf Besserung berechtigt ist), weil eben mein Zyklus so unregelmäßig ist (nach über zwei Jahren konsequenter NFP-Beobachtung hatte ich immer noch keine Werte, mit denen man sich an *irgendeinem* Tag im Monat mal hätte sicher sein können - das ist also keine Alternative!).

Ich freue mich auf eure Meinungen und Antworten!

Und: Ja, keine Sorge, ich gehe in regelmäßigen Abständen zum Arzt und wenn jetzt nicht im Lauf des dritten Monats eine deutliche Veränderung eintritt, gehe ich spätestens dann. Die Frage ist jetzt gerade nur, ob es Hoffnung gibt, dass diese Pille doch mit meinem Körper funktioniert oder ob ich genausogut jetzt gleich aufgeben kann.

Labels:  Pille 

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