Hallo Zusammen!
Wenn wir von hinten her lesen, mit dem Wissen vorrausgesetzt Jesu habe bereits als Person Gottes der Trinität existiert vor seinem irdischen Dasein lesen sich manche Bibelstellen sehr klar. Wenn wir aber von vorne lesen, ohne das Wissen voraus zu setzen lesen sie sich oft ganz anders.
z.B. Philipper 2...
Hier geht es primär nicht darum Jesus zu loben und zu preisen, dass er seine Gottheit aufgab, sondern es geht darum seiner Gesinnung zu folgen und gleichgesinnt zu sein.
Also, obwohl wir Gottes Kinder sind und Abba lieber Vater sagen dürfen, so sollen wir doch Diener sein. Setzen wir keine Präexistenz voraus so liest sich dann Philipper 2 genauso... Also, obwohl Jesus vom Hl. Geist gezeugt ist, Gott gleich ist, göttlicher Natur - so verzichtete er doch auf seine göttliche Macht und war dem Vater gehorsam! Sogar bis zu Tod am Kreuz. Und das, obwohl es ihm wohl leicht gewesen wäre, das alles sein zu lassen, vom Kreuz herab zu steigen usw. usf.
Oder in Joh. 1... was steht da? Steht da tatsächlich Jesus Christus ist Gott und wurde Fleisch? Man könnte genauso intepredieren, das Wort, der Wille Gottes war Gott gleich und wurde Fleisch, das Wort wurde wahr.
Auch Johannes 8... im Kontext des Textes kann man den Satz "ehe Abraham wurde, war ich" kann man sehen, dass er nirgend sagt, er habe Abraham gesehen (wie die Juden es verstanden hatten) sondern er sagt dass Abraham froh war Jesu Tage zu sehen... Der Plan, das Wort war also bereits vor Abraham vorhanden...
Nun, ich möchte nicht provozieren. Ich bin nur gerade an diesem Punkt angelangt in meiner Exegese. Es ist etwas was mich umtreibt.
Gibt es andere Stellen die eindeutig eine Präexistenz Jesu belegen würden? Evlt. auch im AT?
LG, pm

Foren-Übersicht
Alle Themen dieses Forums
Neues Thema





