Meinst du nicht auch, dass das vielleicht ein wenig Typsache ist? Du bist ein - und das meine ich jetzt nicht böse - eher häuslicher Mensch, dem sehr viel an der Familie und an den Kindern liegt. Natürlich hast du auch Freundinnen, aber ein spontaner Kurzurlaub in XY oder abends mal in die Disko sind nicht das, was dir so wrklich wichtig zu sein scheint. Und solche Begebenheiten sind auch in deiner Ehe nicht wirklich wichtig, ihr lebt da anders. Von daher erscheint es mir als schwierig von deinen Bedürfnissen und deinem Verständnis vom Ausleben einer Beziehung/Ehe auf die anderer Menschen zu schließen, vor allem wenn man über die anderen so wenig weiß. Menschen früher mussten "viel weniger aufgeben", weil es viel weniger aufzugeben gab. Alles ging seinen gewohnten Gang, und mit einem Gehalt hat man eine Familie durchgebracht - was das für die heutigen (Fast-)Rentner mitunter bedeutet steht auf einem ganz anderen Blatt - und das Blatt ist manchmal ziemlich schwarz... . Das ist heute eben auch nicht mehr immer der Normalfall, man gibt schnell viel mehr auf, und das es sicher etwas, das man mit den Jahren sehr deutlich im Hinterkopf behält. Sich aufzugeben heißt da, auch wenn es nur zeitweise geschieht, fast einen vollkommenen Verlust aller weiteren beruflichen Möglichkeiten. Liebe hin oder her, das trägt auf lange Sicht eben auch nicht jede Beziehung... vor allem dann nicht, wenn ein Gehalt nicht zum Leben reicht und man sich für die nächsten 25 Jahre auch noch etwas anderes gewünscht hat, als nur Kinderspielplätze und Aushilfsjobs. nichts gegen beides, aber das muss man einerseist wollen und andererseits finanzieren können - für euch ist beides scheinbar kein Problem, aber das sollte man eben nicht verallgemeinern.

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