Das siehst du so, das mag auch so sein. Aber Menschen in einer aktuellen Notsituation, die evtl. grade den Verlust eines geliebten Partner und ihres geliebten Kind erfahren haben, sagen wahrscheinlich eher nicht: "Es ist alles in Ordnung mit Gott, er will mich nur korrigieren und formen." Wahrscheinlich steht in einer solchen Situation erst mal die Anklage Gott gegenüber im Vordergrund: "Warum hast du mir das angetan? DU hättest es verhindern können. Du hast auch andere Möglichkeiten, mich zu formen."
Aus solchen und anderen schweren Situationen heraus wird Gott immer wieder angeklagt. Aus so einer Situation heraus kann ich es auch verstehen, wenn jemand Gott erst vergeben muss.
Natürlich bedarf nicht Gott der Vergebung. Für den leidgeprüften Menschen selbst ist es wichtig, dass er vergeben kann und keinen Groll mehr gegen Gott hegt.

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