Ihr Lieben,
12 Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
13 Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.1 [Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.]
14 Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben.
15 Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.
Aus Jesu Anmerkungen zum Vaterunser hat sich in einem anderen Thread eine lebhafte Diskussion entwickelt, ob für einen Christ unter allen Umständen gelte, dass er vergeben müsse.
So wie es in politischen Diskussionen nach Godwin´s Law irgendwann den ersten Nazivergleich gibt, so gibt es in solchen Diskussionen nach, nennen wir es Victim´s Law, den ersten Vergewaltigungsvergleich. Wir kennen das aus Abtreibungsdebatten. Die Prozentzahl der Fälle ist verschwindend gering gegenüber den sozialen Indikationen, um die es eigentlich geht. Die überwältigende Zahl der Fälle wird aber regelmässig durch den Verweis auf die Opfer ungewollt relativiert.
Deshalb soll es hier in diesem genau um diese Extreme gehen, damit der Diskussion aus dem anderen Thread ein zuhause gegeben werden kann, wo wir uns genau mit dieser Frage beschäftigen.
Auch wenn es sicher emotional Beteiligte geben kann, die als Betroffene in Triggergefahr stehen, bitte ich dennoch um möglichst sachliche Beiträge, um die Diskussion nicht unnötig zu emotionalisieren.
Also, was bedeutet es, wenn Jesus sagt, dass jemand, der nicht vergibt, nicht vergeben wird?
Bedeutet es, dass ein Christ vergeben muss?
Mit lieben Grüssen
Bollermann

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