Hallo,
inzwischen sind wir schon fast 18 Jahre lang zusammen, eigentlich Zeit, dass eine Beziehung volljährig wird. Eigentlich ist vieles gut, mit vielem haben wir uns arrangiert, aber es gibt was, womit ich überhaupt nicht klarkomme: Mein Mann schnappt ein. Es reicht schon ein kleiner Kommentar, den er als Kritik deutet, und er redet drei Tage lang nicht mit mir und tut so, als sei ich nicht da. In der Zeit ist er zu den Kindern übertrieben freundlich, ebenso zu Außenstehencden. Ausnahme ist nur, dass er z. B.beim Essen höflich fragen kann, ob ich z. B. noch etwas Sauce möchte.
Es geht nicht, mit ihm drüber zu reden, auch nicht nachträglich. Irgendwann ist er wieder normal. Wäre ja ganz gut und schön, aber bei mir löst dieses Verhalten Aggressionen und Hass aus. Es hilft ja auch nicht, wenn ich ihn im Stillen einen Idioten nenne. Ganz abgesehen davon, dass es nicht christlich ist, löst es auch keine Probleme.
Eheberatung? Da führt kein Weg hin. Ich hab schon mal Psychotherapie bei einer christlichen Therapeutin in Anspruch genommen. Nach der soundsovielsten Sitzung meinte sie, dass sie jetzt eigentlich auch mit meinem Mann sprechen müsste. Aber dazu sieht er gar keine Notwendigkeit. Probleme leugnet er einfach weg.
Irgendwann hat mich mal jemand darau aufmerksam gemacht, dass Männer keine Kritik vertragen. Seitdem habe ich mich besonders und meiner Meinung nach erfolgreich darum bemüht, fair und ruhig bestimmte Dinge anzusprechen. Aber solang ich da permanent nur auf eine betonierte Wand treffe, ist das einseitig und mir geht es schlecht damit.
Für ihn ist oft nach dem Sex alles wieder gut. Aber gerade in und nach solchen Phasen sinkt bei mir die Bereitschaft, mich drauf einzulassen.
Habt Ihr sinnvolle uund verträgliche Strategien für mein Problem?
Liebe Grüße,
Meoura

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