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Zwei Gedichte zur Nacht

03.02.2012 23:57 Uhr     zu diesem Beitrag scrollen Beiträge von librinchen im Baum nicht mehr markieren

Mutter Nacht

Den Ängstlichen die samtene Decke der Nacht,
den Verletzten ihren dunklen Balsam
Wer sich in ihren Schutz gebracht,
dem sei sie lind und heilsam

Den Verzweifelten ihr fester Wille,
den Einsamen ihr leises Regen
Wer sich erfrischt in ihrer klaren Stille,
der sei um nichts verlegen

Den Träumern ihren milden Frieden,
den Hoffenden ihre Sterne
Wer die Nacht bisher gemieden
der verweile nun; und lerne



Des Nachts

Wann nur kommt ein Engel
und gießt Schlaf in meine Augen?
Faltet meine Hände
und ihr Zittern fährt in seine Flügel?
Alles kann zum Sterben taugen
Dämonen rasen ohne Zügel
durch die Glut der Kerzen
Des Nachts
in meinem Herzen

Labels:  Lyrik 

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