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(Fast) alles über Jesus...
Jesus ist eine der schillerndsten Personen der Weltgeschichte. Er zog durch das von den Römern besetzte Palästina, sagte er sei Gottes Sohn und begeisterte Menschenmassen.

Aber er wurde von der religiösen Elite gehasst und schließlich umgebracht.

Zu seinem Namen bekennen sich weltweit 2 Milliarden Menschen, über ein Drittel der Weltbevölkerung. In seinem Namen hat die Welt viel Gutes erfahren.

Aber es gab auch grausame Kriege und Kreuzzüge, die Millionen Menschen das Leben kosteten.

Wer ist dieser Mann wirklich, der Nächstenliebe predigte und von dem die Christen behaupten, er wäre nach drei Tagen vom Tod auferstanden?
Wer ist Jesus wirklich?
Zunächst muss festgehalten werden, dass Jesus nicht der einzige war, der religiöse Ideen über Gott lehrte. "Existiert Gott und wenn ja, wie ist er?" - diese Frage stellt sich wohl jeder Mensch.

Weil Gott aber nicht an der nächsten Straßenecke steht und wir ihn im Normalfall nicht optisch sehen und akkustisch hören können, gibt es auf diese Frage fast so viele Antworten wie es Menschen gibt.

  • Eine große Gruppe von Menschen hält von Gott gar nichts. Er ist für sie eine Idee, eine Sehnsucht der Menschen. Etwas, woran Menschen ihre Hoffnung hängen, um so leichter durchs Leben zu kommen.
  • Für andere ist Gott eine allumfassende Energie. Wenn wir sie in uns aktivieren, dann können wir sie dazu nutzen, inneres Gleichgewicht zu finden.

  • Für viele Menschen gibt es nicht nur einen Gott, sondern eine ganze Reihe. Sie sehen Götter in bestimmten Dingen: in rituellen Gegenständen, Figuren oder einfach der Natur.

  • Und für die großen Religionen Islam, Judentum und Christentum ist Gott eine Person, mal näher und mal unnahbarer, mal der „liebe Gott“ und mal der rachsüchtige Weltherrscher.
Es gibt viele Antworten auf diese Frage.
...und Jesus?
Angesichts dieser Vielfalt scheint es natürlich alles andere als weise, seine religiöse Meinung als die einzig richtige darzustellen. Was dann passiert, hat die Welt Jahrtausende lang in Unglück gestürzt (und tut es immer noch):
  • islamistischer Terror
  • „heiliger" Krieg
  • aber auch die Christen haben sich z.B. in den Kreuzzügen nicht gerade mit Ruhm bekleckert.
Und dann kommt da einer und sagt: „Ich bin der Weg zu Gott, wer es ohne mich versucht, wird es nicht schaffen".

Stell dir vor, Jesus würde heute in der Fußgängerzone von Berlin auf einem umgedrehten Bierkasten stehen und das behaupten. Wie schnell wäre wohl die Polizei da, entweder um den Verrückten zu entfernen oder um ihn vor den Tomaten und Eiern der Passanten zu schützen?
Zum Weiterlesen: Die Bibel, Johannesevangelium, Kapitel 14, Vers 6
Falsch verstanden?
Haben wir Jesus da nicht falsch verstanden? Oder ist das falsch übersetzt? Immerhin spricht keiner mehr den hebräischen Dialekt von damals - vielleicht meinte er: „Ich kenne einen Weg zu Gott, probiert ihn mal, er ist einfach"?

Leider deutet alles darauf hin, dass Jesus es genau so meinte, wie es in den Evangelien, den Berichten über Jesus, steht und dass dies wirklich „Originalton Jesus" ist.

Das Leben von Jesus ist eine der am besten überlieferten und belegten Biographien des Altertums – selbst über Kaiser Nero und Größen wie Hannibal wissen wir nur einen Bruchteil im Vergleich zu dem, was wir aus vielen Quellen über Jesus wissen.

Alle Versuche von uns seinen Anspruch zu relativieren sind nachvollziehbar, zeichnen aber ein Traumbild - die Wirklichkeit treffen sie nicht.

Dass es Jesus gab und dass er den Anspruch hatte, der einzige Weg zu Gott zu sein - damit müssen wir wohl leben.
Anspruch und Wirklichkeit
Aber: Dass Jesus diesen Anspruch hatte beweist ja noch lange nicht, dass er Recht hat!

Denn schließlich beanspruchen viele Religionen, den Weg zu Gott oder zur Erkenntnis der Wahrheit zu kennen. Und die Gemeinsamkeiten der Religionen scheinen größer zu sein als die Unterschiede:

Alle Weltanschauungen sehen das Schlechte im Menschen und die Notwendigkeit, daran etwas zu ändern. Und alle Weltanschauungen sind sich einig, dass der Mensch sich „richtig“ verhalten muss, um besser zu werden.

Im Grunde verfolgt doch jeder Mensch dieses Ziel in den unterschiedlichsten Varianten und bemüht sich mehr oder minder redlich, ausreichend (religiöse) Leistung zu erbringen, um dieses Ziel zu erreichen.
Extrawurst für Jesus?
Aber warum braucht Jesus dann unbedingt eine Extrawurst? Warum gesteht er dem Buddhisten und dem Moslem nicht einfach zu, auf seinem Weg zu Gott zu kommen?

Die Antwort ist für viele, die im "christlichen" Abendland wohnen, erstaunlich:

Die Erlösung durch religiöse Leistungen oder „richtiges“ Verhalten skizziert eine falsche Vorstellung vom Christsein!

Der russische Schriftsteller Leo Tolstoi drückte den Unterschied so aus:

"Ob wir äußerliche Regeln und Lehren befolgen, sehen wir daran, ob sich unser Verhalten mit diesen Regeln deckt. Tatsächlich ist es aber unmöglich, alle diese Regeln einzuhalten.

Ob wir der Lehre Jesu gehorchen, sehen wir daran, ob wir uns bewusst sind, dass wir an dieses vollkommene Ideal niemals herankommen."
Sonst nichts...?
Jesus sagte einmal:
„Kommt her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Frieden geben, ich will euch die Last abnehmen!

Stellt euch unter meine Leitung und lernt bei mir! Ich komme nicht mit Gewalt und Überheblichkeit. Bei mir findet ihr, was eurem Leben Sinn und Ruhe gibt. Ich meine es gut mit euch – die Last, die ich euch gebe ist leicht.“

Auf der anderen Seite lockerte Jesus niemals Gottes Maßstäbe und Ideale, nicht in der Begegnung mit dem reichen jungen Mann, in der Geschichte vom barmherzigen Samariter, in der Bergpredigt, in seinen Kommentaren zu Scheidung, Geld oder in Bezug auf irgendeine andere moralische Frage.

"Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist", sagte er. "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt."

Weder Franz von Assisi noch Mutter Teresa noch irgendjemand sonst haben dieses Gebot jemals vollkommen erfüllen können.
Zum Weiterlesen: Die Bibel, Matthäusevangelium, Kapitel 5, Vers 48
Matthäusevangelium, Kapitel 11, Verse 28-30
Matthäusevangelium, Kapitel 19, Verse 16-30
Matthäusevangelium, Kapitel 22, Vers 37
Wie passt das zusammen?
Forderte denn Jesus unerreichbare Maßstäbe und nannte das „leicht“? Die Antwort ist: nein!

Richtig ist, dass Jesus immer wieder deutlich machte, dass wir Menschen niemals die Kluft zwischen Gottes Ansprüchen und unserem Versagen überwinden können. Texte wie die eben genannte Bergpredigt mit ihren unerreichbaren Forderungen zwingen uns, die gewaltige Entfernung zwischen Gott und uns anzuerkennen.

Genau diese Entfernung ist mit dem alten Wort „Sünde“ gemeint. Das schlechte Verhalten, das wir an den Tag legen, also zum Beispiel Lügen oder Stehlen, spiegelt diese Trennung nur wider, ist aber nicht das eigentliche Problem.

Es ist sozusagen nur das Symptom der Krankheit, aber nicht die Krankheit an sich.

Deshalb muss auch jeder Versuch, die „Krankheit“ zu heilen, indem man die Maßstäbe lockert und Schlechtes als gut bezeichnet, von vornherein scheitern. Man fühlt sich zwar zunächst besser, aber es bleibt trotzdem nur ein Herumdoktern an Symptomen.

Weil das so ist, sind wir Menschen eigentlich in einer verzweifelten Lage – wir können den Ansprüchen Gottes nicht gerecht werden und die Trennung zu ihm nicht überwinden, obwohl wir irgendwo tief in uns spüren, dass sich eine Versöhnung mit Gott als sehr bedeutend erweisen könnte, sollte Gott wirklich existieren...
Zum Weiterlesen: Die Bibel, Brief an die Gemeinde in Rom, Kapitel 3, Verse 10-20 und Kapitel 7, Verse 15-24
Verzweifeln und staunen!
Aber nun kommt das Erstaunliche:

Genau diese verzweifelte Lage ist die einzig angemessene Situation für einen Menschen, der Gott finden will!

Es ist - so paradox es klingt - nur möglich Gott gerecht zu werden, wenn wir (an)erkennen, dass wir es durch eigene Anstrengung nicht können und deshalb Gott das Ruder überlassen. Das meinte Jesus mit „die Last, die ich euch gebe, ist leicht“.
Wie das?
Auch wenn es nicht auf den ersten Blick so aussieht: schon im alten Israel hat Gott seine Gnadenbereitschaft deutlich gemacht.

Die Israeliten hatten damals das Gesetz von Mose bekommen. Nach diesem Gesetz musste man Gott Opfer bringen für jede Schuld, die man auf sich geladen hatte: Eine Taube für eine Lüge, ein Schaf für einen Ehebruch.

Sinn dieser Opfer – und das ist wichtig – war nicht die Besänftigung Gottes, wie es aus vielen Naturvölkern und der antiken Mythologie bekannt ist!

Der Sinn war ein anderer: die Opfergaben riefen den Menschen immer wieder ins Bewusstsein, dass sie nicht aus eigener Kraft Gottes Maßstäben gerecht werden konnten und ohne Gottes Gnade so enden würden wie das Opfertier.

Die Israeliten mussten also nicht - wie ein verbreitetes Missverständnis lautet - für ihre Sünden opfern, weil Gott so blutrünstig wäre und sich ein Ehebruch durch den Tod eines Tieres aufwiegen ließe (welch Anmaßung für einen gerechten Gott!).

Sondern die Opfer machten den Menschen klar: „Ich kann nicht aus eigener Kraft gut sein, habe durch mein Verhalten den Tod verdient und ich lebe nur noch, weil Gott mir gnädig ist.“
Zum Weiterlesen: Die Bibel, Brief an die Gemeinde in Rom, Kapitel 3, Verse 27-28
Brief an die Gemeinde in Philippi, Kapitel 3, Verse 3-9
Markusevangelium, Kapitel 8, Verse 34-37
Brief an die Gemeinde in Ephesus, Kapitel 2, Verse 8+9
Hebräerbrief, Kapitel 10, Verse 2-4
Skandal: Gott übernimmt die Verantwortung
Die Opfer im Alten Testament waren also nur wie der Schatten eines Gegenstands.

Denn jedes dieser Opfer war im Grunde nur ein Hinweis auf ein zentrales Ereignis der Weltgeschichte, dass vor etwa 2000 Jahren in dem kleinen Ort Bethlehem im römischen besetzten Palästina stattfand:

Gott selber, der Schöpfer der Erde, wurde Mensch – geboren von einem Teenager namens Maria in einem stinkenden Kuhstall im Hinterhof eines vollbesetzten Gasthauses.

Das war möglich, weil Gott selbst dafür gesorgt hatte, dass ein männlicher Samen in Marias Gebärmutter entstand. Viele halten dies für unwahrscheinlich. Für den Erfinder des Menschen sollte es aber kein allzu großes Problem gewesen sein, einen männlichen Samen auf einem anderen als dem üblichen Weg in Marias Gebärmutter zu bekommen.

Und weil ein Kind immer durch die Verschmelzung von männlichem Samen und weiblichem Ei entsteht und seine Eltern genetisch beerbt, war dieser neugeborene Erdenbürger namens Jesus dann im wahrsten Sinne Gottes Sohn - Mensch und trotzdem Gott!

Der kleine Jesus hat wie jedes andere Kind in die Windel gemacht, er hatte aber als Erwachsener auch die Macht, Menschen zu heilen und eine große Hoffnung in die zerbrochene Welt zu bringen.

Viele Menschen halten das für unglaublich, Moslems sehen darin sogar eine Gotteslästerung. Aber diese Geburt hatte einen ganz bestimmten Zweck.
Verbrecher Jesus
Denn Jesus wanderte nicht nur am Mittelmeer entlang, predigte, heilte Kranke und machte auf einer Hochzeit Wasser zu Wein.

Sondern der Sohn Gottes starb auch 30 Jahre nach seiner Geburt wie ein Verbrecher am Kreuz vor den Toren Jerusalems und hat in diesem Moment die Konsequenz für unsere ganze Schuld - alles, wo je Menschen untereinander und an Gott schuldig geworden sind – getragen: den Tod!

Jesus wurde am Kreuz all das, was wir sind – Lügner, Betrüger, Mörder! Nicht weil er selbst diese Taten verübt hätte, sondern weil er unsere Schuld auf sich genommen hat.

Es ist, als ob er sagte: „Nicht Jens ist schuld, Svea angelogen zu haben sondern ich, Jesus! Nicht Christiane ist schuld, den 1.000 €-Scheck im Büro veruntreut zu haben sondern ich, Jesus! Ich nehme die Schuld auf mich!“

Diese Situation war von einer noch nie da gewesenen Qualität.

In diesem Moment und in diesem Kreuz konzentrierte sich die geballte Liebe und Gnade Gottes.

Denn so wie bisher die Tieropfer den Menschen seine Gnade vor Augen führten, so zeigte in diesem Augenblick Gott der Welt, was nötig ist, um die Sünde zu besiegen - nämlich dass Gott selbst die Verantwortung für unsere Schuld übernimmt und die Konsequenzen an unserer Stelle trägt.

Das Kreuz wurde damit ein weithin sichtbares Zeichen dafür, dass wir Menschen aus uns selber nicht vor Gott bestehen können und wir einzig und allein auf die Gnade Gottes angewiesen sind, darauf, dass Gott die Verantwortung übernimmt.

Durch das Sterben Jesu am Kreuz zeigt Gott seine Liebe für die Menschen der Welt - so paradox es klingt.
Zum Weiterlesen: Die Bibel, Zweiter Korintherbrief, Kapitel 5, Vers 21
Galaterbrief, Kapitel 3, Vers 13
Jesaja, Kapitel 53, Verse 4-6
Aber ich bin doch ein ganz guter Mensch ...!?
Nun stellt sich natürlich die Frage, warum Gott, wenn er uns gnädig ist, nicht einfach meine Lebensweise anerkennt und ein Auge zudrückt bei den Dingen, die ich falsch mache? Er sieht doch, dass ich mich bemühe, gut zu leben und ich eine gute Bilanz vorzuweisen habe. Warum muss erst jemand sterben, damit ich zu Gott kommen kann? Das ist doch blutrünstig.

Die Antwort wird klarer, wenn wir einmal unsere althergebrachten Vorstellungen von Gottes Gerechtigkeitsempfinden hinterfragen:

Ich weiß gar nicht, wie sich bei uns die Vorstellung einbürgern konnte, gute Taten könnten schlechte Taten aufwiegen.

Schließlich stimmt das mit unserem eigenen Rechtsempfinden überhaupt nicht überein: ein Mörder muss ins Gefängnis, auch wenn er ein Waisenheim leitet. Wer vormittags ein Auto stielt und sich nachmittags für hilfsbedürftige Menschen engagiert, ist trotzdem des Diebstahls schuldig und kein Richter wird deshalb einfach über den Diebstahl hinwegsehen.
Zum Weiterlesen: Die Bibel, Römerbrief, Kapitel 3, Vers 20
Reinheitsbilanz
Gott ist gerecht und heilig - so beschreibt ihn die Bibel. Heilig bedeutet: abgesondert vom Bösen - er hat nichts damit zu tun.

Um seinen Maßstäben gerecht werden zu können, müssten wir fehlerlos sein. Kann da eine positive Bilanz helfen?

Es ist wie bei einem Tischtuch: wenn auf dem Tischtuch ein Rotweinfleck ist, gilt es als schmutzig, auch wenn die restlichen 99% des Tischtuchs strahlend weiß sind. Wer würde ein solches Tischtuch kaufen, auch wenn der Verkäufer noch so sehr beteuerte, es hätte doch eine tolle Reinheitsbilanz. Das Tischtuch wäre unverkäuflich und würde weggeschmissen.

Aber wenn wir schon so wählerisch sind, wie könnte dann der heilige Gott über das Schlechte in unserem Leben hinwegsehen? Gott nimmt unsere Schuld nicht auf die leichte Schulter.

Und wer will behaupten, ohne Schuld zu sein? Die konsequente Folge davon ist der Tod, denn heiliger Gott und unheiliger Mensch verträgt sich nicht.
Zum Weiterlesen: Die Bibel, Römerbrief, Kapitel 5, Vers 23
Rechnung ohne den Wirt
Aber wer das so stehen lässt, der hat die Rechnung ohne den Wirt gemacht - Gott sei Dank!

Es ist zwar mehr als gerecht, wenn der Mensch stirbt, weil er von Gott getrennt ist und das durch seine Taten immer wieder beweist.

Aber Gott liebt uns Menschen zu sehr, als dass er einfach zusehen könnte, wie wir ins Verderben rennen. Ihm tut diese Trennung im Herzen so weh, dass er uns nicht einfach aufgibt, sondern die Verantwortung für unsere Schuld selbst übernimmt. Dies hat er durch den Tod seines Sohnes am Kreuz festgemacht.

In dem Augenblick, als Jesus an unserer Stelle die Konsequenz für die Trennung von Gott - den Tod - erlitt, wurde der Grund für den Tod aufgehoben.

Als Jesus selbst drei Tage später vom Tod auferstand machte er deutlich, welche Konsequenz dieser Sieg auch für uns hat: Die Trennung zwischen Gott und uns wurde aufgehoben und der Grund für den Tod damit beseitigt. Der Tod war besiegt!

Der körperliche Abbau und die schließliche Arbeitsverweigerung des Organismus hat keine Auswirkung mehr auf unsere Zukunft - der körperliche Tod ist von der Sackgasse zum Doppelpunkt geworden: wir leben weiter auch nach dem Tod - in Gottes Welt!
Zum Weiterlesen: Die Bibel, 1. Korintherbrief, Kapitel 15, Vers 55
Alles umsonst ohne Jesus
Und genau deshalb ist ohne Jesus Christus alles religiöse Streben umsonst!

Nur dass der heilige Gott die Schuld der Menschen trägt und die Verantwortung für sie übernimmt, hat eine so durchschlagende Wirkung, dass die Gemeinschaft zwischen Gott und Mensch wieder möglich wird!

Nur Gott konnte die Kluft überwinden und die Brücke zu uns schlagen - und hat es in der Person Jesus getan!
Alles in Butter?
Eine gute Nachricht, nicht?

Nur leider wollen nicht alle Menschen davon profitieren. Denn jetzt kommt die Frage ins Spiel: Wem gehört mein Leben?

Wer etwas festhält, der hat auch die Verantwortung dafür.

Das ist eine simple Regel. Wenn ich die teure Blumenvase eines anderen hochhebe und durch die Gegend trage bin ich auch dafür verantwortlich und muss sie bezahlen, wenn ich sie fallen lasse.

Wenn ich sie aber jemand anderem in die Hände lege, dann bin ich auch meine Verantwortung los. Wenn sie jetzt runterfällt, muss der andere den Schaden bezahlen.

Und ich stehe nun vor der alles entscheidenden Wahl:

Halte ich die Herrschaft über mein Leben fest - und bin damit auch selbst dafür verantwortlich?

...dann muss ich auch die Konsequenzen tragen und die Kluft zwischen Gottes Heiligkeit und mir durch meine eigene Fehlerlosigkeit überwinden.

Das Dilemma ist, dass wir Menschen das nicht schaffen. Nicht durch gute Taten, nicht durch Rituale, nicht durch positives Denken und auch nicht durch das Einhalten von Gesetzen und Regeln. Egal ob als Buddhist, Moslem oder „Christ“. Dies hat noch nie ein Mensch geschafft und wird auch nie einer schaffen.
Ich kann aber auch...
Ich kann aber auch - und das ist die zweite Möglichkeit – mein Leben in die Hände Gottes legen, mich ihm anvertrauen. Denn...

...wenn Gott mein Leben gehört, dann trägt er auch die Verantwortung dafür...

...und augenblicklich wirkt die Kraft, die von Jesus am Kreuz ausgeht, auch für mein Leben: die Trennung zwischen ihm und mir ist aufgehoben, die Sünde ist vergessen, die Gemeinschaft mit Gott ist Realität!
Verantwortung abgeben?
Was bedeutet es konkret, Gott die Verantwortung zu übergeben? Sich zurücklehnen und auf bessere Zeiten warten?

In den Grundlagen unseres Daseins und in letzter Konsequenz: ja! Es ist ein Grundvertrauen, dass ich nie tiefer fallen kann als in Gottes Hand. Er fängt mich auf und trägt mich, wo ich am Ende bin, wo mich Krankheit, Stress oder Selbstzweifel plagen.

Aber für mein Handeln bedeutet es genau das Gegenteil! Nicht mehr nur auf mein Wohl bedacht sein, sondern die Herausforderungen, die mir Gott und das Leben stellen, anpacken und lösen - immer mit der Rückendeckung Gottes.

Es ist nicht mehr egal, was mit meinem Leben passiert, denn es hat Bestand in die Ewigkeit und es lohnt sich, darin zu investieren. Gott hat einen so hohen Preis für mich gezahlt, das macht mein Leben wirklich wertvoll!
Gott im Alltag?
Das alles bedeutet, dass ich auch im Alltag Gott vertrauen und ihn einkalkulieren kann.

Und das erlaubt es mir dann, nicht nur von meinen Ideen auszugehen, sondern in eine Entscheidung auch einzubeziehen, welchen Vorschlag Gott für diese Situation hat.

Wenn ich mich Gott anvertraue, dann gehe ich von der Grundannahme aus, dass Gottes Gedanken gut sind und seine Weisheit meiner eigenen viel voraus hat (und ich werde auch schnell die entsprechende Erfahrung machen).
Zeigefinger
Das hat natürlich nicht immer auf alle Lebensbereiche Auswirkungen. Ich werde Gott nicht fragen, ob es besser ist heute Abend Pizza oder Spagetti zu essen.

Aber bei vielen Entscheidungen beziehe ich irgendwann ganz natürlich Gottes Sichtweise mit ein - immer mit dem Grundvertrauen, dass Gottes Wege besser sind als meine - mit Gottes Überblick und Weisheit kann ich einfach nicht mithalten.

Dann sehe ich auch Situationen, die andere mit erhobenem Zeigefinger beantworten würden, plötzlich mit ganz anderen Augen. Dann ist der Motor nicht mehr Moral oder Erziehung, wenn ich meine Steuererklärung ehrlich ausfülle, obwohl ich mit ein paar Kniffen deutlich mehr herausschlagen könnte.

Der Motor ist dann das Vertrauen, dass ich mit Gottes Wegen besser fahre, auch wenn die anderen vielleicht spotten. Bei Entscheidungen auf Gott zu bauen, das ist wohl die wichtigste, aber zugleich auch spannendste und erfüllendste Auswirkung eines Lebens mit Gott.
Sicherheit
Und dann kann ich sicher sein, dass mir vergeben ist, auch wenn ich Dinge falsch mache!

Die Beichte und das Zusprechen der Vergebung durch einen Menschen können seelische Wunden heilen und gerade nicht-katholische Christen täten gut daran, sich wieder mehr auf diese positive und zutiefst biblische Wirkung zu besinnen.

Trotzdem ist die Beichte nicht mehr als eine pädagogische Maßnahme, denn meine Schuld wurde bereits am Kreuz von Golgatha von Jesus getragen. Es gibt nichts mehr, wovon mich der Priester freisprechen könnte - Gott hat bereits die Verantwortung für meine Schuld übernommen, jeder Ankläger müsste sich an ihn wenden.
Gott ist mein Papa
Es ist also im Grunde allein die Frage, ob ich meinen Stolz aufgeben kann, es selber zu können.

Wer bereit ist, das Ruder an Gott abzugeben und sein Leben ihm anzuvertrauen, für dessen Schuld übernimmt Gott die Verantwortung und überbrückt so die Trennung zwischen dem Menschen und ihm. Gemeinschaft und eine persönliche Beziehung werden möglich.

Gott geht sogar soweit und spricht davon, dass er uns adoptiert - wir dürfen Gottes Kinder sein und nicht nur „Vater“, sondern „Papa“ zu ihm sagen.

Vielleicht eine ganz neue Erfahrung für diejenigen, die selbst keine guten Erfahrungen mit ihrem Vater gemacht haben.
Zum Weiterlesen: Die Bibel, Römerbrief, Kapitel 8, Vers 15
Der Unterschied zu den Religionen der Welt
Und so wird auch der Unterschied zu den Religionen der Welt klar: weil alle Religionen versuchen, Wege zu Gott zu erschließen oder sich die Gnade Gottes zu erarbeiten, sind diejenigen, die an diesem Versuch teilnehmen, auf dem Holzweg (und natürlich auch diejenigen, die meinen, Gott überhaupt nicht zu brauchen).

Und nur deshalb haben die Christen den anderen Menschen eine gute Botschaft (griech.: eu-angelion = Evangelium) zu verkünden.

Es zeugt von der Großartigkeit und Menschenliebe Gottes, dass er es als gute Nachricht erachtet, wenn die Menschen sich nicht abmühen und sich Gottes Gnade erarbeiten müssen, sondern sich einfach ihm anvertrauen können.

Aber dies ist eben mindestens genauso schwierig oder noch viel schwerer, vor allem für Menschen, denen von ihren Eltern nie die Möglichkeit gegeben wurde, Vertrauen zu lernen: sich selbst aufgeben und sein Ego sterben lassen, seinen Stolz aufgeben, es selbst schaffen zu wollen und sich ganz in die Arme Gottes fallen lassen ist leicht und zugleich eine sehr schwere Entscheidung.
Regeln und Gnade
Das ist so schwer, dass selbst die Christen (die es eigentlich besser wissen müssten) immer wieder das Einhalten von Regeln und Moralvorstellungen an die Stelle der Gnade setzen, um Christsein zu definieren.

Über viele Jahrhunderte haben wir Christen ein System von Regeln und Moralvorstellungen aufgebaut, dass nur sehr langsam wieder durchbrochen wird. Schon Martin Luther sah seine Kirche gefangen in den Versuchungen, sich die Gnade Gottes erarbeiten oder gar erkaufen zu wollen. Seine brennende Lebensfrage lautete: "Wie bekomme ich einen gnädigen Gott?"

Die Antwort fand Luther in der Kapitulation vor dieser Frage. Nicht wir können uns einen gnädigen Gott machen - Gott ist gnädig und uns bleibt nichts übrig, als unser Versagen zuzugeben und uns ihm ganz anzuvertrauen.

Wer das letztendlich erkannt hat (diesen Moment oder Prozess nennt man übrigens "Bekehrung"), für den öffnen sich ganz neue Horizonte. Das Leben bekommt plötzlich eine Basis.

Nicht der Kampf um den richtigen Weg, die richtige Tat, das richtige Verhalten bestimmt nun den Alltag, sondern die Freude über Gottes Gnade und ein Leben aus Dankbarkeit, in dem viele Dinge - gerade im Umgang mit anderen Menschen und auch mit sich selbst - anders laufen als vorher.

Denn mit der Gotteskindschaft zieht auch noch eine ganz neue Größe in unser Denken und Handeln ein: der Geist Gottes, auch „Heiliger Geist“ genannt;. Er ist ein Teil Gottes in uns - kein besseres Gewissen, sondern Gottes Gegenwart, ein Stück vom Denken und Fühlen Gottes. Er stellt die Verbindung zwischen Gott und uns her, tröstet uns im Leid und gibt uns inneren Frieden.

Und wenn Neid, Habgier und Gesetzlichkeit ihn nicht übertönen, dann spürt man einem Christen die Gegenwart des Geistes Gottes sogar ab.
Glaubt der Teufel an Gott?
Fassen wir zusammen:

Man ist also nicht automatisch Christ, wenn man in einem christlichen Land wie Deutschland geboren wurde, auch nicht, wenn man getauft ist - noch nicht einmal, wenn man regelmäßig in den Gottesdienst geht.

Die bloße Zugehörigkeit zu kirchlichen Institutionen, die selbst díe aktive Teilnahme am Gemeindeleben oder das Befolgen von Ritualen darf nicht mit lebendigem Glauben verwechselt werden!

Ja, noch nicht einmal dar Glaube an die Existenz Gottes gibt einen Ausschlag! Im griechischen Original, der Sprache des neuen Testaments, bedeutet das Wort „glauben“ nämlich nicht nur „für wahr halten“, sondern vor allem: „sich anvertrauen“. Immer wenn Jesus oder die anderen Personen in der Bibel von „Glauben“ reden, schwingt beides mit. Nur das bloße „für wahr halten“ macht noch keinen Christen aus.

Jakobus formuliert es in seinem Brief sogar so: „Du glaubst, dass es einen Gott gibt? Der Teufel tut das auch - und zittert!“

Der Teufel glaubt an die Existenz Gottes (er weiß es ja sogar) – nur das hilft ihm nichts, weil er sich weiter gegen Gott auflehnt, genauso wenig wie es uns etwas bringt, lediglich von der Existenz Gottes überzeugt zu sein. Unser Wissen muss auch Konsequenzen haben.

Wer nicht sein Herz vor Gott bringt und sein Leben in seine Hände legt, dessen Seele wird nie die Fröhlichkeit und Unbeschwertheit eines von Gott begnadigten Menschen - und letztendlich das ewige Leben - erfahren können.

Wenn die persönliche Beziehung zu Gott fehlt, können auch der Glaube an die Existenz einer höheren Macht, die Absolution eines Priesters oder hundert Ave-Maria kein Seelenheil bewirken.
Zum Weiterlesen: Die Bibel, Jakobusbrief, Kapitel 2, Vers 19
Und wer nichts von Jesus gehört hat?
Was ist mit Menschen, denen noch kein Christ begegnet ist, denen niemand gesagt hat, dass sie ihr Leben Jesus anvertrauen sollen und die nie die Chance hatten, sich zu entscheiden?

Für die gilt genau das gleiche: wer sein Vertrauen auf Gott setzt und ihn um Gnade bittet weil er erkennt, dass er schuldig ist und das selbst nicht mehr ins Reine bringen kann, für den wird Gottes Gnade durch Jesus Christus wirksam.

Wer fragt, woher man denn ohne Information die Existenz Gottes und sein Wesen erkennen soll, der wird auf die Schöpfung verwiesen. An Hand der unendlich liebevollen und ausgefeilten Art, wie alles um uns herum gemacht und aufeinander abgestimmt ist kann man bei offener, ehrlicher und rationaler Betrachtung nur zu dem Schluß kommen,

  1. ...dass es einen Gott geben muss.
  2. ...dass er freundlich, phantasievoll und voller Liebe für seine Menschen ist.
  3. ...dass in dieser wunderbaren Schöpfung etwas durcheinander geraten ist - sich etwas Böses eingeschlichen hat - dass die Beziehung zwischen Schöpfung und Schöpfer nicht mehr so ist, wie sie eigentlich sein sollte. Die Kluft zwischen Gott und Mensch ist überall offenbar.
Mit diesem Wissen bleibt mir eigentlich nur übrig, meine distanzierte Haltung – egal ob ängstlich oder überheblich – gegenüber diesem phantasievollen und liebevollen Gott aufzugeben und mich ihm zuzuwenden.

Und dann wird die Kraft von Jesu Tod und Auferstehung auch an mir wirksam. Jesu Tod ist nicht auf Zeit und Raum beschränkt, sondern gilt für alle Menschen aller Zeiten, die ihren Stolz und ihre Rebellion gegen Gott ablegen und sich Gott anvertrauen.

So ist also ein Mensch, der noch nichts von Jesus gehört hat weder automatisch verloren noch automatisch gerettet, sondern es werden die gleichen Maßstäbe angelegt.

Aber obwohl Gott jedem die Möglichkeit gibt, ihn zu erkennen, lohnt es sich trotzdem, den Menschen die Frohe Botschaft von Jesus Christus zu bringen und lohnt es sich trotzdem, die Botschaft zu hören:

Wieviel Sorge und Last wird von meinen Schultern genommen, wenn ich endlich erfahre, dass Gott mir tatsächlich gnädig ist und mich so liebt, dass er sogar selbst die Verantwortung für meine Sünden getragen hat und ich mit dem Versuch, mir diese Gnade zu erarbeiten, auf dem Holzweg war!

Wie sehr würde diese Erkenntnis das Leben eines Moslems, Hindus, Buddisten oder sogar eines Christen ändern, der tagtäglich darum bangt, ob er Gott gefällig lebt oder nicht, ob er alle Regeln eingehalten und alles richtig gemacht hat!

Welch Druck würde abfallen und welche Lebensfreude könnte einkehren...
Zum Weiterlesen: Die Bibel, Römerbrief, Kapitel 1,1 Verse 19+20
Römerbrief, Kapitel 4, Vers 3
Matthäusevangelium, Kapitel 27, Verse 50-54
Hebräerbrief, Kapitel 9, Vers 15
Jetzt bist du am Zug!
Jeder Mensch ist also vor die Wahl gestellt, welche Haltung er Gott gegenüber einnehmen soll:

1. das Angebot seiner Gnade, die er durch Jesus Christus den Menschen gezeigt hat, annehmen und sein Leben ihm anvertrauen

oder

2. den eigenen Stolz siegen lassen und Gott ablehnen, die eigenen Hände auf sein Leben legen?

Gott ist bereit, die Verantwortung für deine Schuld zu übernehmen. Eigentlich hat er es schon damals am Kreuz vor den Toren Jerusalems getan und es kann auch für dein Leben Wirkung haben - aber nur, wenn du es zulässt.

Wie steht es mit dir?

Um Gott sein Leben anzuvertrauen ist kein großer Aufwand und auch keine bestimmte Form nötig. Es ist eine Herzensentscheidung und du weißt in deinem Inneren, ob du sie schon getroffen hast oder nicht.

Gott sein Leben anzuvertrauen ist wie zu seinem liebenden Menschen zu gehen und sich in seinen Schoß zu setzen. Das kann zum Beispiel ein einfaches Gebet sein, in etwa so:

Lieber Gott,
ich möchte dir mein Leben anvertrauen. Bitte trage du die Verantwortung für meine Schuld.
Hefte du alles, wo ich je an dir und an anderen Menschen schuldig geworden bin, und sicherlich auch noch schuldig werde, an das Kreuz von Golgatha. Danke, dass dein Sohn dort vor 2000 Jahren für mich starb. Bitte lasse diese Kraft in mir wirksam werden und so die Trennung zwischen mir und dir aufhören.

Bitte ziehe du in mein Leben ein und erfülle mich mit deinem Geist. Danke, dass du mich als dein Kind annimmst und mir versprochen hast, mich durch das Leben zu begleiten und deine starke Hand über mir zu halten.
Ich freue mich auf das Leben mit dir und bin dankbar für deine Liebe. Schenke mir, dass ich diese Liebe auch im Alltag widerspiegeln kann.

Amen (hebräisch = so soll es sein)
Kommt mein Gebet an?
Dass ein Gebet (egal ob laut oder leise) ankommt, da kannst du sicher sein. Jesus sagte: „Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer meine Stimme hört und aufmacht, zu dem werde ich eintreten“.

Und wenn du dich ihm anvertraust und so die Kraft, die von Jesus am Kreuz ausgeht, in dir wirksam wird, dann wird sich dein Leben schon jetzt verändern!
  • Wenn du vorher schon viel über das Christsein wusstest und auch eine Gemeinde besucht hast, aber alles irgendwie nur Theorie für dich war, dann wird jetzt dieses Wissen lebendig.
  • Wenn für dich Christsein immer das Einhalten von Regeln und Moralvorstellungen und die Angst vor Gottes Zorn war, dann spürst du jetzt vielleicht die Erleichterung, die von Jesu „leichter Last“ ausgeht.
  • Wenn für dich Religion nie Sinn gemacht hat, weil du nicht nachvollziehen konntest, warum man sich überholten Moralvorstellungen unterwerfen muss, um ein guter Mensch zu sein, dann wirst du jetzt wahrscheinlich genauso überrascht wie froh sein, dass du Recht hattest und an der Sache mit Jesus trotzdem - oder gerade deshalb - etwas dran ist.
Zum Weiterlesen: Die Bibel, Offenbarung von Johannes, Kapitel 3, Vers 20
Wie geht es weiter?
Christsein ist spannend und gar nicht alltäglich. Da ist der regelmäßige Kampf mit seinen alten Gewohnheiten und die Herausforderung, Gottes Meinung in kniffligen Situation herauszufinden. Du wirst lernen, Gottes Reden zu hören.

Aber da ist auch die Gewissheit, sich nicht vor Gott fürchten zu müssen und sich bei Schwierigkeiten oder Zweifeln vertrauensvoll an ihn wenden zu können.

Hoffnung
Auf jeden Fall wird auch dir einmal der leibliche Tod nichts anhaben, wenn Jesus in deinem Leben regiert. Unser Körper wird alt, gebrechlich und irgendwann sterben - aber für Kinder Gottes ist der Friedhof keine Endstation, sondern ein Doppelpunkt: so wie Gottes Sohn nach drei Tagen wieder lebendig geworden ist, werden auch wir weiter leben - mit einem anderen Körper in einer ganz anderen Realität. Diese Hoffnung haben wir und das gibt Mut in einer oft hoffnungslosen Welt.

Kontakt mit anderen Christen
Wenn du dein Leben Gott anvertraut hast, dann ist sicherlich ein wichtiger Schritt, dir eine Gemeinschaft mit anderen Christen zu suchen. Als Christ kann man fast nicht alleine leben - Christsein ist immer auch eine gemeinsame Sache – gemeinsam wachsen, über Gottes Wort reden, gemeinsam zweifeln. Eine Liste von Gemeinden mit offenen Türen findest du unter > www.gemeindeatlas.de

Dort sind Adressen, Gottesdienstzeiten, Kontakttelefonnummern und Mailadressen von christlichen Gemeinden in deiner Nähe aufgeführt.

Gottes Liebesbrief lesen
Die Bibel wird oft als „Gottes Liebesbrief an die Menschen“ bezeichnet. Sie ist gar nicht so verstaubt, wie sie manchmal von außen aussieht und es gibt viele Übersetzungen in ein modernes und verständliches Deutsch mit vielen Erklärungen.

Neben der „Guten Nachricht Bibel“ und der „Hoffnung für alle“ ist sicherlich besonders die „Neues Leben Bibel“ zu empfehlen.

> www.neueslebenbibel.de

Wer noch die Verse aus dem Konfirmations- oder Firmungsunterricht im Ohr hat und wem diese vertrauter sind, wird vielleicht die etwas schwer verständliche, aber bekannte Lutherübersetzung bevorzugen.

Egal, wofür du dich entscheidest - Bibellesen lohnt sich, denn dadurch lernst du Gott immer weiter kennen.

Am sinnvollsten ist es dabei, im Neues Testament, also z.B. beim Matthäusevangelium anzufangen, weil das Alte Testament, die Zeit vor Jesus, auf dem Hintergrund des Neuen Testaments erst richtig verständlich wird.

Reden mit dem Schöpfer
Und zuletzt das allerwichtigste: wenn du dein Leben Gott anvertraut hast bist du Gottes Kind. Du hast eine persönliche Beziehung mit ihm angefangen. Und du hast das Recht, mit Gott zu sprechen!

Gespräch mit Gott nennt man Gebet. Leider schwirrt in unseren Köpfen dabei meist die Vorstellung von auswendig gelernten Versen herum, die wir mehr oder weniger ehrfürchtig aufsagen. Das ist aber sehr verkürzt.

Natürlich gibt es vorformulierte Gebete. Das ist besonders hilfreich, wenn mehrere Menschen gemeinsam beten, z.B. das bekannte „Vater Unser“. Auch können vorformulierte Gebete helfen Worte zu finden, wo uns vielleicht die Worte fehlen, gerade wenn Gott neu in unserem Leben ist. Auch Lieder sind oft Gebete.

Gebet ist aber vor allem Gespräch und deshalb ganz normales Reden, so wie du mit einem Freund sprichst. Das mag für dich vielleicht ungewohnt sein. Aber mit deinen Freunden sprichst du ja auch nicht durch vorformulierte Gedichte, sondern wie dir der Schnabel gewachsen ist.

Genau das ist auch Reden mit Gott. Wenn wir Gott „Papi“ nennen dürfen, warum sollten wir dann spezielle Worte benutzen müssen, wenn wir mit ihm reden? So kann Gebet feierlich aber auch albern sein. Gott liebt dich. Das darf die Grundlage für dein Gebet sein.

Sich Gott anvertrauen bedeutet auch, einen sehr persönlichen Umgang mit ihm zu haben. Gott bleibt nicht an der Oberfläche stehen – er sieht uns ins Herz, und das wohlwollend!

Deshalb können wir mit allen unseren Freuden, aber auch mit unseren Sorgen, Fragen und Vorwürfen zu Gott kommen – schließlich will er uns im Leben begleiten und uns ein guter Vater sein.
Gottes Segen
Ευλογια („eulogia“) – das griechische Wort für Segen – bedeutet „Gutes sprechen“. Segnen heißt also, gut über jemanden sprechen.

Für „Reden“ und „Geschehen“ gibt es im Hebräischen, der Sprache Jesu, aber nur ein Wort: d’var - beides hängt für den Hebräer unmittelbar zusammen.

„Segen“ ist also nicht nur ein guter Wunsch – es geschieht dabei auch etwas. Gottes Segen hat direkte Auswirkung auf unser Leben. Wenn Gott redet, passiert etwas.

Gottes Segen wünscht man sich oft bei der Verabschiedung. So will ich auch diesen Text mit einem Segenswunsch für dich abschließen. Es wäre schön, wenn dieser Text für dich zu einer Veränderung in deinem Leben geführt hat. Wenn nicht, dann war er vielleicht Anstoß zum weiteren Nachdenken.

Egal was auf dich zutrifft – folgendes wünsche ich dir:

Möge Gott dein Leben segnen.
Möge er dir Ruhe für deine Seele geben.
Möge er dein Herz offen machen für ihn – jeden Tag neu –
und dir Kraft geben, ihm zu vertrauen.
Möge Gott dich begleiten und dein Leben Stück für Stück verändern in seinem Licht.
Möge Gott dich beschützen auf allen deinen Wegen, damit wir uns wieder sehen in Gottes Reich.

Dein Rolf Krüger
Weitere Fragen
Wenn du weitere Fragen hast, dann lade ich dich ein, zu fragen. In den Jesus.de-Foren findest du viele Leute, die ebenfalls auf diesem Weg mit Gott sind.

Am Besten ist es aber, dich direkt mit anderen Christen zusammen zu tun und dich gemeinsam mit ihnen auf den Weg zu machen.

Es lohnt sich, an der Sache mit Jesus dran zu bleiben!
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