Alle Spenden, die wir von unseren Nutzern und Freunden bekommen, sind Geschenke. Deshalb möchten wir von dem, was uns geschenkt wird, auch etwas weitergeben an Menschen, die auch von Spenden leben. Bis 15. Oktober 2012 ist dies das Kiganga Kinderzentrum in Uganda, ein Projekt der christlichen Hilfsorganisation Compassion. Compassion arbeitet vor Ort mit lokalen Kirchengemeinden zusammen, um konkrete Hilfe für die Menschen der Umgebung zu ermöglichen.
"Unser" Projekt wird von einer evangelischen Freikirche aus Uganda getragen. Es liegt im äußersten Südwesten Ugandas, nahe an der Grenze zum Kongo und zu Ruanda. Die hier lebenden Menschen gehören überwiegend der Volksgruppe der Bahororo an, die meistgesprochene Sprache ist Runyankore. Auch die Gottesdienste der Gemeinde, die das Projekt durchführt, werden in dieser Sprache abgehalten.
Die Mehrheit der Erwachsenen in Kaginga ist arbeitslos. Einige arbeiten als Kleinbauern, verdienen durchschnittlich aber weniger als 5 Euro im Monat.
Das Kinderzentrum
Die Arbeit im Kaginga Kinderzentrum startete 1999 und wurde im September 2011 von 257 Kindern und Jugendlichen besucht – alle aus armen Familien. Das Projekt wird auch von Kindern besucht, die aus Familien kommen, die von HIV/Aids betroffen sind. Neben vier hauptamtlichen Mitarbeitern engagieren sich einige Mitglieder der Gemeinde ehrenamtlich für die Jungen und Mädchen, zum Beispiel als Erzieher, beim biblischen Unterricht oder in der Küche. Die Mitglieder der Gemeinde legen auch bei den aktuellen Bauarbeiten zur Erweiterung des Zentrums Hand an. Auch den Eltern der Kinder werden Angebote im Projekt gemacht, vor allem zu den Themen Gesundheit und Erziehung. Etwa 450 Kinder, Jugendliche und Eltern werden von den geplanten Umbaumaßnahmen profitieren.
Durch das Programm im Kaginga Kinderzentrum werden die Kinder ganzheitlich in ihrer Entwicklung und Persönlichkeit gefördert: Die Jungen und Mädchen können eine öffentliche Schule besuchen, was für viele afrikanische Kinder unmöglich ist, deren Eltern sich nicht das Geld für eine Schuluniform, Schulgebühren und Bücher leisten können. Im Projekt werden sie darüber hinaus im Lesen, Schreiben und Rechnen unterstützt. Sie werden über Hygiene und gesunde Ernährung informiert und lernen, sich gegen Aids und Missbrauch zu schützen. Und ihnen wird geholfen, gute Verhaltensweisen und Freundschaften zu entwickeln.
Die Kinder nehmen außerdem an Angeboten wie Sport, Schauspiel- oder Debattiergruppen teil. Die älteren Jugendlichen lernen auch handwerkliche Fähigkeiten, wie das Tischlern, Schneidern, Häkeln oder Herstellen von Matten.
Kinder-Überlebens-Programm
Ein noch relativ junges Angebot dieses Compassion-Projekts ist das sogenannte Kinder-Überlebens-Programm, in dem bedürftige Mütter von der Zeit vor der Geburt bis zum dritten Lebensjahr des Kindes medizinisch und sozial versorgt werden und auch geistliche Unterstützung erhalten. Zurzeit wird es von 38 Müttern besucht. In der Regel wird diesen Frauen auch Lesen und Schreiben beigebracht und ihnen wird geholfen, ein eigenes Einkommen zu erschließen.
Zitat aus einem Grußbrief von Erzdiakon David Byabashaija, dem Pastor der Gemeinde und einem der Leiter des Compassion-Projekts, an die Paten der Kinder im Projekt (2009):
„Als Gemeinde haben Sie unsere Arbeit erleichtert, indem Sie uns Möglichkeiten geben, den Jugendlichen zu dienen, besonders den Bedürftigen unter ihnen. Hier hatten wir in einem gewissen Maße wenig erreicht, aufgrund der begrenzten finanziellen Mittel. Sie haben einem benachteiligten Kind Hoffnung gebracht und Gott wird es Ihnen entlohnen. Das Kind wächst mit der Hoffnung heran, ein verantwortungsbewusster und zufriedener Christ zu werden.“
Der geplante Umbau
Das Kakinga Kinderzentrum muss die vorhandene Infrastruktur verbessern, indem es die Versammlungshalle vollendet. Diese Phase beinhaltet das Pflastern, Bodenarbeiten und das Installieren der Armaturen.
Zurzeit steht das Zentrum der Schwierigkeit gegenüber, keine angemessenen Räumlichkeiten zu haben, um Lehreinheiten für die Kinder und für die Mütter aus dem Kinder-Überlebens-Programm durchzuführen.
Am Anfang trafen sich die Kinder im Kirchengebäude. Im Laufe der Zeit erforderte der Unterricht für die Kinder die Aufteilung in altersgemäße Gruppen, dem Lehrplan von Compassion entsprechend. Aufgrund des Raummangels lernen einige Kinder draußen unter den Bäumen, was aber in der Regenzeit unmöglich ist. Die einzige Alternative ist es, das Kirchengebäude zu nutzen. Wenn jedoch Veranstaltungen im Gebäude stattfinden, haben die Mitarbeiter des Compassion-Projekts Schwierigkeiten, die Kinder zu betreuen.
Das Hauptziel des Bauvorhabens ist es also, die vorhandenen Räumlichkeiten so zu erweitern, dass die Kinder sich vernünftig setzen können, um effektiv die Einheiten aus dem Lehrplan zu lernen. Es soll einen sicheren Ort geben, an dem gelernt werden und der auch von den Eltern genutzt werden kann, wenn sie sich im Projekt treffen. Die entstehende Halle wird auch von den Geschwistern der Kinder aus dem Compassion-Projekt genutzt werden, wenn diese am Sonntag Kindergottesdienst feiern.
Der Umbau kostet insgesamt 12.000€, zusätzlich wird viel in Eigenleistung durch die Gemeindemitglieder vollbracht.
Hilfst du mit?