Jeder fünfte Deutsche (20 Prozent) würde den Besuch des Weihnachtsgottesdienstes vermissen, sollte er wegen der Corona-Situation nicht möglich sein. Bei Kirchenmitgliedern liegt der Anteil höher.

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40 Prozent der Freikirchler, 29 Prozent der Katholiken und 31 Prozent der Protestanten gaben bei einer aktuellen Umfrage an, den Besuch des Weihnachtsgottesdienstes zu vermissen, sollte dieser aufgrund der Corona-Situation nicht möglich sein. Zwischen west- und ostdeutschen Bundesländern gab es dabei  nur leichte Unterschiede (21 zu 18 Prozent).

Für die Erhebung befragte das Meinungsforschungsinstitut INSA Consulere im Auftrag der katholischen Wochenzeitung „Tagespost“ zwischen dem 16. und 19. Oktober insgesamt 2.074 erwachsene Personen. Die Aussage, zu der die Teilnehmer der Umfrage Stellung beziehen sollten, lautete: „Ich würde den Besuch des Weihnachtsgottesdienstes vermissen, sollte er wegen der Corona-Situation nicht möglich sein.“

Umfrage:
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Aufgrund der Coronasituation könnten Weihnachtsgottesdienste im herkömmlichen Stil in diesem Jahr ausfallen. Würdet Ihr den Besuch vermissen?

6 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Ne, natürlich ohne Maske – hatten wir in den letzten Jahren auch nie. Außerdem singt es sich mit Maske nicht besonders gut. Und Weihnachten und Singen gehört nun einmal zusammen.

  2. Es geht nicht ums Wünschen

    Selbstverständlich wünsche ich mir einen Gottesdienst am Heiligabend oder am Weihnachtstag so, wie er zu allen Zeiten war. Aber was ich mir wünsche und was verantwortbar ist, sind zweierlei Dinge. Am ansich immer sehr gut frequentierten Heiligabend kann nicht davon ausgegangen werden, dass das auch vorher nicht immer funktionierende Anmeldesystem, also ein Zettelausfüllen an der Kirchentür, zeitlich durchführbar ist. Wenn nur halb so viele Menschen kommen wie in vorherigen Nichtcoronazeiten, muss man mindestens eine halbe Stunde vorher oder noch viel länger mit der Einlassphase beginnen. Mehr als die übliche Anzahl von Heiligabendgottesdiensten durchzuführen, scheitert wahrscheinlich überall an fehlenden Organisten, PfarrerInnen und dergleichen. Wenn die Zahl der gleichzeitigen Gottesdienstbesucher nur gering sein darf, müsste man logischerweise noch mehr als sonst Gottesdienstangebote machen. Zu viele Menschen in der Kirche sind nicht erlaubt und sollte man das großzügig sehen wird der Teufel los sein, wenn sich die TeilnehmerInnen anstecken. Ein Gottesdienst im Freien, gegebenenfalls mit Regenschirmen und Winterkleidung, wäre eine Alternative, aber leider geht das an der Erwartungshaltung vieler Menschen, die nur wenige Male im Jahr kommen, völlig vorbei. Bei noch viel höheren Infektionszahlen sollten wir auf die fast immer wunderschönen Gottesdienste im Fernsehen und Internet zurückgreifen und denjenigen dankbar sein, die das mit Liebe vorbereiten. Jede Krise, auch wie wir sie persönlich erleben, kann immer eine Hilfe zu Neuanfängen sein. Es wäre fatal, dass wir jetzt den schwierigen Zugang zum Gottesdienst bejammern, aber am Tage der Infektfreiheit den lieben Gott einen guten Mann sein lassen – vorallem an Sonntagen jenseits von Weihnachten.
    Allerdings kann auch falsch verstandene Frömmigkeit (fast schon) eine Gotteslästerung sein: Wenn ich nämlich den Spruch einer Freien Bibelgemeinde lese „Gott ist dein Arzt“ – und gleichzeitig sich viele Menschen dabei anstecken. Ich glaube zwar an Wunder, auch heute, aber nicht dass in den allermeisten Fällen im Kirchenraum die Naturgesetze nicht gelten.

  3. Für uns gehört die Weihnachtsmesse mit Krippenspiel zu Weihnachten wie der Weihnachtsbaum. Unser Sohn hat nächstes Jahr Kommunion also würde er. dieses Jahr das Krippenspiel für Familien mit kleinen Kindern mit gestalten. Bestimmt als Hirte glaube nicht das er sprechen wird . Es wäre etwas ganz besonders für unsere Familie. Den Großeltern ist die Kommunion sehr wichtig alle Vier sind Mitte 70 Jahre. Meine Kommunion wurde mit der gesamten Verwandtschaft ca 80 Personen sehr groß gefeiert. Mein Vater ist Italiener und sehr stolzer Opa. Bei seinen einzigen Enkelkind waren bei der Taufe 200 Verwandte und auch die Kommunion ist sehr groß geplant. So wie auch dieser Weihnachtsgottesdienst . Ich habe jetzt etwas ausgeholt damit man versteht welche wichtige Rolle der Glaube für uns hat . Wenn das aber alles nicht so stattfinden kann um den nächsten zu schützen halte ich es für wichtiger das Ansteckung verhindert wird. Auch wenn es mir und meiner gesamten Familie sehr schwer fällt. Wir gehen Weihnachten alle 3 Tage in den Gottesdienst am 28 ist immer ein schöner Familiengottesdienst mit Segnung der Kinder. Mir ist Sylvester und Neujahr der Gottesdienst ebenfalls sehr wichtig. Aber die Gesundheit geht vor Lg

  4. Das Thema dieser Umfrage unterstütz das Denken, der Besuch des Weihnachtsgottesdienstes ist für die Errettung erforderlich. Was soll diese Frage sonst bezwecken? Jeder bibeltreue Christ wird den Gottesdienst an jedem Sonntag vermissen.

    • Hallo Thomas, du schreibst: „Das Thema dieser Umfrage unterstütz das Denken, der Besuch des Weihnachtsgottesdienstes ist für die Errettung erforderlich“ Nun, das haben wir weder beabsichtigt, noch empfinden wir das so. Und weiter: „Jeder bibeltreue Christ wird den Gottesdienst an jedem Sonntag vermissen.“ Andere nicht? Oder schiebe ich dir das fälschlicherweise unter? Ich kenne jedenfalls Christinnen und Christen, die von Herzen gerne jeden jeden Sonntag den Gottesdienst benutzen, aber vermutlich von Konservativen nicht als „bibeltreu“ eingeschätzt werden würden. Mal abgesehen davon, dass zwar bereits im Neuen Testament die Bedeutung des Sonntags hervorgehoben wird, sich die Gottesdienstfeier am Sonntag flächendeckend erst in der nachbiblischen Zeit durchsetzte – forciert von den „Heidenchristen“. Viele Grüße, Daniel vom Jesus.de-Team

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