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Unter dem Motto «Abenteuer Gemeinde» hat am Abend im thüringischen Bad Blankenburg die 114. Jahreskonferenz der Deutschen Evangelischen Allianz begonnen.

Nach der Großveranstaltung in der historischen Allianzhalle erwartet die evangelikale Glaubensbewegung bis Sonntag zu ihrem traditionellen Treffen etwa 3.000 Teilnehmer aus ganz Deutschland. Zum Programm gehören Bibelarbeiten, Seminare und Musikveranstaltungen.

  Als Gäste eines Zeitzeugengesprächs über die friedliche Revolution in der DDR sind unter anderem der frühere Leipziger Superintendent Friedrich Magirius und der einstige Lobetaler Pfarrer Uwe Holmer angekündigt. Holmer hatte den gestürzten SED- und Staatschef Erich Honecker Anfang 1990 vorübergehend für neun Wochen im Pfarrhaus von Lobetal aufgenommen. Ein weiterer Höhepunkt der Allianzkonferenz ist eine Aufführung des Musicals «Rebekka».

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  An diesem Donnerstag soll auf dem Allianzgelände das generalsanierte «Haus der Hoffnung» als behindertengerechtes Tagungshaus eröffnet werden. Die Sanierung des Gebäudes aus dem 19. Jahrhundert ist zugleich der erste Abschnitt umfangreicher Baumaßnahmen zur Modernisierung des Areals für insgesamt 3,66 Millionen Euro.

  Die Allianz wurde 1886 in Bad Blankenburg gegründet und hat 2004 ihren Hauptsitz von Stuttgart wieder an den Gründungsort in Thüringen zurückverlegt. Der Zusammenschluss versteht sich als «Netzwerk evangelikaler Christen» mit einem pietistisch, freikirchlich oder charismatisch geprägten und eher konservativen Glaubensverständnis. Die Jahreskonferenzen gehören zu den am stärksten besuchten kirchlichen Veranstaltungen in Ostdeutschland.

  Etwa drei Viertel der Konferenzteilnehmer sind jünger als 30 Jahre. Bundesweit beteiligen sich an den Aktivitäten der Allianz etwa 1,3 Millionen Menschen. Arbeitsfelder sind diakonische, pädagogische, publizistische und missionarische Tätigkeiten in über 230 Einrichtungen.

Internet: www.ead.de 

(Quelle: epd)