Kürzlich widersprach Professor Tobias Faix (CVJM Hochschule Kassel) in einem Facebook-Beitrag entschieden Joshua Wesely (Kirche U30), der in einem Video zu leichten Schlägen auf Po und Finger in der Kindererziehung aufgefordert hatte.

Nun hat Faix nachgelegt und einen ausführlicheren Diskussionbeitrag zum Thema in seinem Blog veröffentlicht. Dabei benennt er als Kern des Problems die Bibelauslegung.

Weiterlesen im Blog von Tobias Faix


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Hinweis: Wir als Jesus.de-Team verurteilen jede Form von physischer oder psychischer Gewalt gegen Kinder. Wir empfehlen dazu diesen Artikel aus der Redaktion unserer Familienzeitschrift Family: Schlagen aus Liebe?

Außerdem verweisen wir auf die geltenden rechtlichen Bestimmungen in Deutschland: BGB § 1631

5 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Da biegen es sich die „Bibeltreuen“ mal wieder zurecht! Wer Gewalt gegen Kinder ablehnt, muss auch homosexuelle Partnerschaften akzeptieren!

  2. Es ist leider viel zu oft so, dass Verse aus dem Zusammenhang herausgenommen und überhaupt nicht auf deren Kontext eingegangen wird. Klar ist: Wir wissen heute nicht mehr, wie die alten Israeliten ihre Kinder im Detail erzogen haben. Wir glauben, es heute besser zu wissen und erziehen unsere Kinder gewaltfrei. Zumindest ist es ein Unding, seinen Kindern Gewalt anzutun, in welcher Form auch immer. Aber wo fängt Gewalt an und ist es nicht bereits eine Form von Gewalt, wenn man dem Kind Hausarrest gibt, weil es nicht gehorcht hat?
    Prüfen wir, und erkennen wir an den Früchten, was gut ist! Obwohl es gewaltfrei zugehen sollte, erleben wir, dass die Kinder, denen im Elternhaus keine Gewalt angetan wurde, selbst massive Gewaltprobleme verursachen. Das kann man zwar nicht pauschalisieren, aber ich vermute, dass der sichtbare Anstieg zur Gewaltbereitschaft mit dem Verzicht auf Gewalt in der Erziehung zusammenhängen. Warum?
    Ein Kind braucht Regeln und es benötigt spürbare Konsequenzen, wenn die Regeln übertreten werden. Dabei sind Schläge gewiss nicht das Erste Mittel der Wahl, aber es ist EIN Werkzeug, dessen Benutzung wohl dosiert einen Menschen formt, der seine Konflikte vernünftig lösen wird. Lässt man die Jungs und Mädels machen, wie sie wollen, dann werden sie einst machen, was sie wollen. Und das ist ein Weg, den niemand ernsthaft heilsam finden kann. Ein Mensch sollte nicht erst im Gefängnis zu der Einsicht kommen, dass man sich an Regeln zu halten hat, um zu (über)leben.
    Gott hat das Volk Israel deutlich spüren lassen, wenn sie den Weg des Gehorsams verlassen haben. Er schlug sie mit Dürre, Not, Armut und Verbannung. Und er lässt diese Welt auch heute noch spüren, dass sie ohne ihn verloren ist. Ich glaube, darin liegt die Antwort, warum es Leid, Schmerz und Not gibt. Er will uns erziehen, uns zu sich ziehen, weil er uns liebt. Und da ich meine Kinder liebe, werde auch ich sie spüren lassen müssen, wenn sie ungehorsam waren. Das tut mir selbst weh, so wie es in dem Video auch gesagt wird. Daher kann ich diesen Sturm der Entrüstung nicht nachvollziehen.
    Nochmal: es benötigt Weisheit. Es benötigt mehrfach im Vorfeld den Hinweis, dass es Ärger gibt, wenn das Kind nicht hört. Aber WENN es noch immer nicht hören will, muss es die Konsequenzen zu spüren bekommen. Das halte ich für heilsam, auch wenn es nicht dem Zeitgeist entspricht. Ob Jesus ein Kind züchtigen würde? Auf jeden Fall! Aber er würde es anders machen, als wir es erwarten. Denn anders als wir, ist Jesus ohne Schuld und er wüsste in jeder Situation, was das Beste für das Kind ist.

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    Hinweis der Redaktion: Wir als Jesus.de-Team verurteilen jede Form von physischer oder psychischer Gewalt gegen Kinder. Wir empfehlen dazu diesen Artikel aus der Redaktion unserer Familienzeitschrift Family: Schlagen aus Liebe

    Außerdem verweisen wir auf die geltenden rechtlichen Bestimmungen in Deutschland: BGB § 1631

  3. Unsere Gesetzgebung ist scheinheilig ! Ungeborene Kinder werden abgetrieben, Jugendliche unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit dem ärgsten Schund und Gewalt in den Medien ausgesetzt.
    Bei maßvoller „Züchtigung“ durch Eltern aber schreien die Moralapostel auf, letztlich aber geht es aber gar nicht um den Schutz der Kinder sondern um Untergrabung der gesellschaftlichen Ordnung, disziplinlose „Gören“ eine Heerschar von „Langstrümpfen“ soll herangezogen werden. Auf dem Weg zu einer „wertelosen“ Gesellschaft ein wichtiger Meilenstein !
    Ansonsten plädiere ich für die Herrschaft der Eltern über den Kinderbetten, die Auslegung der biblischen Texte ist ebenso Privatsache !

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    Hinweis der Redaktion: Wir als Jesus.de-Team verurteilen jede Form von physischer oder psychischer Gewalt gegen Kinder. Wir empfehlen dazu diesen Artikel aus der Redaktion unserer Familienzeitschrift Family: Schlagen aus Liebe

    Außerdem verweisen wir auf die geltenden rechtlichen Bestimmungen in Deutschland: BGB § 1631

  4. Sehr geehrter Herr Guth,
    Mit ihrer Aussage zeigen Sie wenig Bibelverständnis. Während Homosexualität in der Bibel mehrfach verurteilt wird, gibt es keine Stelle, die zur Gewalt gegen Kinder aufruft. Die wenigen Stellen bzgl. Nutzung der Rute finden sich nur in den Sprüchen, welche eine Sammlung von Beobachtungen Salomos darstellen, die er im Leben gemacht hat. Es handelt sich nicht um Anweisungen Gottes.
    In allen anderen Stellen zum Thema “Zucht“ geht es um Strafen/Konsequenzen und das Erziehen, auch von Gottes Seite aus.
    Das sehen wir schon zu Beginn der Menschheit. Gott musste Adam und Eva aus dem Paradies werfen, er schlug sie nicht raus, handelte aber mit aller Konsequenz und aller Liebe. Er machte ihnen sogar Felle zur Kleidung (d.h. Gott war es, der Tiere seiner eigenen Schöpfung tötete, damit Adam und Eva das nicht machen musste) und ließ sie nicht schutzlos gehen. In allem handelte Gott in Liebe.
    Wer wirklich bibeltreu ist, kämpft darum, so zu handeln, wie Gott es uns vorlebt, und nicht, wie wir es fühlen.

  5. Wow, wenn die Auslegung von Bibeltexten Privatsache sein soll, dann sollten Sie ihren Beitrag auch privat halten.
    “Züchtigung“ nennt sich auch Erziehung, und hat nichts mit Gewalt zu tun. Der Schlag auf den Hintern ist i.d.R. der Ausdruck der Hilflosigkeit der Eltern, die nicht mehr wissen, wie sie noch handeln sollen, sprich es ist ein Ausdruck der eigenen Inkompetenz.
    Erziehung heißt Lernen und um das Wohl der Kinder kämpfen, ohne an den eigenen Unzulänglichkeiten zu scheitern.
    Aber natürlich ist es einfacher den Hintern zu hauen, als sich wirklich um Erziehung zu bemühen, den das kostet sehr viel Kraft und erfordert Geduld und Aushalten.
    Konsequenz ist so viel wichtiger und schwerer durchzuhalten, denn das heißt, sich an die eigenen Regeln zu halten und diese auch einzufordern, und sich dann noch zu überlegen, welche Folge eine Konsequenz haben sollte, eine ohne Schlagen.

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