Der Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern e. V. fordert in einer Pressemitteilung „keine Abschiebungen von Christinnen und Christen in den Iran“ als Antwort auf die Abschiebung einer Iranerin in der vergangenen Woche. Die 58-Jährige sei vom Islam zum Christentum konvertiert und habe sich in der evangelischen Kirchengemeinde Torgelow taufen lassen. Gemeinsam mit ihren drei Söhnen sei sie ein sehr engagiertes Mitglied gewesen.

Nach Ablehnung des Asylantrags blieben Klagen mit Hinweis auf den gefestigten Glauben der Iranerin erfolglos. Nach Ankunft im Iran war die Geflüchtete verhaftet worden. Auf Kaution wurde sie wieder freigelassen. Das Verfahren läuft noch.

Für Ulrike Seemann-Katz, die Vorsitzende des Flüchtlingsrats, sei es abgesehen von der Religionszugehörigkeit „unverständlich, warum man eine ältere Frau allein in den Iran zurückschickt, während ihre Söhne noch hierbleiben konnten“. Auf Bekenntnis zum Christentum folge Inhaftierung, Folter und gegebenenfalls der Tod.

9 DIREKT-KOMMENTARE

  1. ich verstehe unsere Regierenden schon lange nicht mehr…
    vielfach Vorbestrafte werden geduldet bis zum ernsthaften Verbrechen
    und Menschen, die vertrauensvolle Beziehungen aufgebaut,
    sich sozial engagiert haben oder sich dem Christentum zugewandt
    haben, dadurch aber in ihren Heimatländern gefährdet sind, werden
    abgeschoben… was ist das für eine Flüchtlingspolitik? Vieles zu Lasten
    der MIgranten die guten Willens sind – das tut weh!
    Dieser Fall ist umso unverständlicher, weil die Mutter alleine a b g e –
    s c h o b e n wurde – welch ein Wort – und warum?

  2. Was mich interessieren würde: Woher stammen die Informationen? Von der Frau selber? Gibt es Belege dafür, wie eine Anklage oder Haftschrift? Was ist die Anklage (es wird suggeriert, aber nicht genannt)?

    • Lieber Rene,

      wir haben unsere Informationen in diesem Fall aus einer Pressemitteilung des Flüchtlingsrats Mecklenburg-Vorpommern, auf die wir auch verweisen. Woher dieser wiederum seine Informationen nimmt, darüber wissen wir nichts. Da auch andere christliche Medien über den Fall berichtet haben, halten wir die Infos des Flüchtlingsrats aber für glaubwürdig.

      Herzliche Grüße
      dein Jesus.de-Team

    • Lieber Rene, Der christliche iranische Freund meines christlichen iranischen Freundes sollte abgeschoben werden. Er flog dann aber „freiwillig“ in den Iran, trotz Warnungen. Mein Freund konnte ihn einmal noch über Internet kontaktieren. Beim zweiten Mal konnte er nur noch mit seiner weinenden Mutter sprechen: Ihr Sohn sei gefangen genommen worden und wegen „Hochverrat“ und „Spionage“ angeklagt. Seitdem hat seine Familie keine Kenntnis mehr über seinen Verbleib.

      • Hallo Martha, über deinen „freiwillig“ in den Iran zurückgekehrten Freund deines Freundes, der nun in Haft ist, bitte ich DRINGEND um mehr Info. Würden Sie mich bitte kontaktieren unter pressebuero@opendoors.de (Open Doors steht in rund 60 Ländern verfolgten Christen zur Seite)
        Vielen Dank. Ado Greve

  3. Vor einigen Tagen bin ich zufällig in eine Europawahl-Werbung einer Neonazi-Partei geraten. Da ist es mir mehrfach kalt den Rücken runtergelaufen. „Wenn die an die Macht kommen, dann Gnade uns Gott (und das in der Kenntnis, daß Gott weder den vielen Juden noch den – wenigen – aufrechten Christen gnädig war, als diese Leute zuletzt an die Macht kamen)“, dachte ich mehrfach.
    Als ich diesen Artikel gelesen habe, habe ich mich gefragt ob die nicht schon viel mehr an der Macht sind, als wir uns eingestehen wollen. Eine Frau in ein Land zurückschicken in dem ihr mit Sicherheit Verfolgung und Gefängnis, mit großer Wahrscheinlichkeit sogar Folter und Tod drohen … nein, daß ist wirklich nicht mehr mein Land.

  4. Wirklich unglaublich, hier laufen zb. tausende Albaner herum bei denen es klar wirtschaftliche Gründe sind warum sie gekommen sind, aber diese Christin schiebt man ab, das darf nicht sein sowas!!

  5. Wäre sie muslimisch gewesen, hätte sie bleiben können. So ist das bei uns nun mal. Der Islam und seine Anhänger stehen unter Schutz, Christen NICHT. Zeit, dass die Merkel-Administration, die maßgeblich dafür verantwortlich ist, abtritt!

  6. Vor einigen Wochen sollten in Bayern auch eine christliche Familie in eein muslimisches Land abgeschoben werden. „Man“ glaubt den Christen einfach nicht, dass sie es ernst meinen und dass sie wirklich in Gefahr sind. Menschen, die die Ernsthaftigkeit der Christen bezeugen können, glaubt man auch nicht. Leute, die Fragebögen erstellen, die schon inkaltlich fragwürdig sind, meinen, sie könnten den Glauben der Christen prüfen (!). Meistens haben sie selbst keine Ahnung von dem Thema… es ist unmöglich! In Bayern haben sich die Kirchen und die Behörden zusammen gesetzt und miteinander geredet. Das hatte zum Ergebnis, dass es „vorerst“ keine Abschiebungen gibt. Das Beispiel soolte Schule machen. Wo ist die Kirche hier? Warum engagiert sich nur der Flüchtlingsrat? Gerade, wenn es sich um Christen geht?

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