Die algerische Regierung hat sechs Kirchen geschlossen. Das berichtet die Weltweite Evangelische Allianz (WEA). Diese fordert das Land nun auf, die Kirchgebäude wieder zu öffnen. Fünf der Kirchen gehören zur Protestantischen Kirche Algeriens und zur WEA. Bei der sechsten geschlossenen Kirche handelt es sich um eine Hauskirche. „Viele weitere Kirchen sind von der Schließung bedroht, da ihre formelle Registrierung und Anerkennung von den Behörden verweigert wird“, heißt es in der Pressemitteilung der Allianz. Die Schließungen gehen auf eine Verordnung aus dem Jahr 2006 zurück. Diese regelt, unter welchen Bedingungen nicht muslimische Religionen ihren Glauben ausleben dürfen. Alle Kirchschließungen seien mit dieser Verordnung begründet worden, schreibt die WEA.

Auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors rangiert Algerien auf Platz 22. Von 41 Millionen Bewohnern sind nach Angaben der Hilfsorganisation nur 125.000 Christen.

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