Uwe Heimowski (Foto: Deutsche Evangelische Allianz)
Uwe Heimowski, Politik-Beauftragter der Deutschen Evangelischen Allianz, hat im Rahmen der Allianzkonferenz in Bad Blankenburg zum Gebet für Politiker ermutigt – und Christen aufgefordert, politisch aktiv zu werden.
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„Betet für die Menschen in der Politik und nehmt wahr, dass jemand, der eine andere Meinung hat, noch lange kein Feind ist“, so der 53-Jährige. Christen sollen ihre Gebetsunterstützung nicht bloß auf „ihre“ Partei konzentrieren. „Man kann in jeder Partei Christ sein“, betonte Heimowski. Dementsprechend sei auch die Deutsche Evangelische Allianz parteipolitisch neutral, sie vertrete „Positionen, keine Parteien“.

Er forderte Christen zudem auf, selbst politische Verantwortung zu übernehmen. Wer frustriert sei, dass seine Position im politischen Diskurs zu wenig vertreten werde, solle sich engagieren. Im Anschluss gab es eine Gebetsrunde für Politiker und politische Themen, etwa die Rolle Deutschlands in der Welt oder den Klimaschutz.

Aus ethischer Verantwortung Perspektiven in armen Ländern schaffen

„Du musst nicht die ganze Welt retten, das kannst du auch gar nicht. Dafür können wir beten. Aber das, was wir tun können, sollten wir anpacken und tun“, erklärte auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Volkmar Klein aus dem Wahlkreis Siegen-Wittgenstein bei einem Seminar auf der Konferenz, das sich mit dem Thema Armut beschäftigte. Menschen in armen Ländern, etwa in Afrika, brauchten Chancen und Jobs. „Aus ethischem und aus eigenem Interesse sollten wir dafür sorgen, dass die Menschen dort, wo sie leben, bessere Chancen, Jobs und Einkommensmöglichkeiten haben. Wir sollten nicht nur Wasserleitungen fördern, sondern Technologiezentren rund um afrikanische Universitäten unterstützen.“

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Denn nicht Bauern aus jenen Ländern machten sich auf den Weg nach Europa, sondern „diejenigen, die merken, dass sie weniger Chancen haben, als sie meinen zu verdienen: besser Ausgebildete, die auch in jenen Ländern dringend gebraucht werden“. Klein verspreche sich davon auch, dass auf diese Weise die Zivilgesellschaft gefördert werde. Das könne sich wiederum positiv im Kampf gegen korrupte staatliche Strukturen auswirken.