Die Zölibatspflicht gilt von der Weihe bis zum Tod (Archivbild einer Priesterweihe in Freiburg). Für immer mehr Priester bedeutet das Einsamkeit im Alter (Bild: dpa/ faz.net).

Wie gehen katholische Priester mit dem Zölibat um? Leonie Feuerbach stellt in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ geistliche Lebensgeschichten vor. Jeder ginge anders mit der verpflichteten Partnerlosigkeit um. Für die meisten sei es eher ein Kampf, als eine geistliche Quelle. Die Einsamkeit im Alter mache denen zu schaffen, die nicht vorher ausgebrochen sind.

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2 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Es hoffen viele Gläubige auf die Aufhebung des Zölibats für katholische Priester. Wer nicht heiraten möchte, soll es freiwillig, ohne Verpflichtung tun. Wer heiraten möchte, weil Gott ihn mit Berufung und mit menschlicher Liebe beschenkt hat, der soll es dürfen. Keine Institution darf sich im Weg stellen.

    Weiter unten lese ich Argument lese ich – mit Verwunderung! – ein „Argument“, daß immer wieder von Priestern kommt, die nicht anderen Priestern erlauben möchten, zu heiraten:
    >>Franz Decker und die Kollegen, mit denen er den offenen Brief verfasst hat, glauben nicht, dass es der katholischen Kirche ohne den verpflichtenden Zölibat automatisch bessergehen würde. Schließlich hat die evangelische Kirche, in der die Pfarrer heiraten dürfen, auch ein Nachwuchsproblem. Und für mindestens so schwerwiegend wie den Priestermangel betrachten sie den Mangel an Gläubigen.<<

    Zum 1. Satz: Das müßte man erst sehen. Schließlich geht es ja auch nicht gut mit "Nichtverheirateten Priestern".
    Zum 2. Mich verwundert, daß mancher meint, der einzige Unterschied bestünde in Zölibat ja/nein.

    Und zum dritten Satz: "Und für mindestens so schwerwiegend wie den Priestermangel betrachten sie den Mangel an Gläubigen" Das ist ein gewagter Satz. Es klingt ähnlich wie Sätze von Politikern, die bei einer Wahlniederlage behaupten: Der Wähler hat die Inhalte unseres Programms nicht verstanden.

    Da, wo Gläubige Authentizität sehen, schenken sie Glauben. Aber, wenn die Kirche sich immer mehr abstrahiert und abhebt von den Gläubigen, ziehen sich diese – mit Gott – zurück aus Institutionen, die nur auf ihr eigenes, inneres Wohl bedacht sind.

    • Ergänzung: Ehe soll nicht „Profit“ für die Kirche abwerfen. Also: Nur wenn garantiert wird, daß es mehr Kircheneintritte gäbe oder volle Kirchen, dürften Priester heiraten. Nein. Es geht allein um ein einfaches, menschenrechtliches Recht: Der Mensch ist Leib und Seele.
      Und es geht nicht darum, Menschen im Zölibat zu verdammen, selbst wenn diese – wie oft berichtet – massivst darunter leiden.
      DAS kommt der Kirche nicht zugute. Man fragt sich nach der Glaubwürdigkeit, wenn Geistliche von Liebe und Barmherzigkeit sprechen.

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