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Die Zahl der dokumentierten Hinrichtungen ist 2019 so niedrig wie seit zehn Jahren nicht mehr. 657 nachgewiesene Hinrichtungen gab es in 20 Ländern, wie Amnesty International berichtet. Das seien fünf Prozent weniger als im Vorjahr. Außerdem seien mehrere Länder „positive Schritte“ zur Beendigung der Anwendung der Todesstrafe gegangen. Die Zahlen sind allerdings relativ zu sehen: Die Menschenrechtsorganisation schätzt, dass in China an tausenden Menschen die Todesstrafe vollstreckt wurde. Allerdings hält das Land die Zahl der Hinrichtungen geheim.

In Saudi-Arabien, Irak, Südsudan und Jemen nahm die Zahl der Todesstrafen außerdem stark zu. Im Iran wurden mindestens 251 Menschen mit dem Tod bestraft, davon vier Minderjährige. Mit Ausnahme von China nahmen 88 Prozent aller Exekutionen in der Region Naher Osten und Nordafrika statt. Oft würden die Hingerichteten in Saudi-Arabien wegen Drogendelikten oder Morden verurteilt, sagt Amnesty International. Jedoch habe man auch Todesstrafen als politische Waffe gegen Dissidenten aus der schiitischen Minderheit dokumentiert.

„Die Todesstrafe ist mit den grundlegenden Menschenrechten unvereinbar und gehört endlich weltweit abgeschafft. Die überwiegende Mehrheit der Staaten erkennt dies an und wir müssen die internationale Aufmerksamkeit verstärkt auf die kleine Gruppe von Staaten lenken, die Jahr für Jahr Menschen hinrichten“, mahnt Markus N. Beeko, Generalsekretär von Amnesty International in Deutschland. (nate)

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