Anne Schneider: „Irdisches Leben ist nicht Maß aller Dinge“ (pro)

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Ein Fläschchen mit Pillen liegt offen auf dem Tisch. Im Hintergrund ist ein Stethoskop zu sehen.
artisteer / iStock / Getty Images Plus
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Sie teilen ihren christlichen Glauben, nicht aber die Meinung zum Thema Sterbehilfe: Der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, und seine Frau, Anne Schneider. Die beiden nahmen am vergangenen Montag (18.01.) an einer Online-Veranstaltung der Friedrich-Naumann-Stiftung über würdiges und selbstbestimmtes Sterben teil, wie das christliche Medienmagazin pro berichtet. Anne Schneider, die 2014 an einer aggressiven Form von Brustkrebs erkrankte, wollte im Falle einer erfolglosen Behandlung Sterbehilfe in Anspruch nehmen. Ihr Mann hingegen lehnt assistierten Suizid ab.

Zum Hintergrund

Nachdem im Februar 2020 das Bundesverfassungsgericht mit einem Urteil das Recht auf selbstbestimmtes Sterben bestätigte, hatte zuletzt ein Gastbeitrag einiger evangelischer Theologen der Evangelischen Landeskirche in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) für Debatten gesorgt. In dem Beitrag sprachen sich die Theologen für die Möglichkeit des assistierten Suizids in evangelischen Einrichtungen aus.

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2 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Nur der das Leben gibt, hat das alleinige Recht es zu nehmen – unser Schöpfer!

    Übrigens: Alle Macht im Himmel und auf der Erde und die Schlüssel des Todes und Hades hat der HERR JESUS CHRISTUS !

    Die „Sünde Adams“ ist die „Sünde der Autonomie“; des Ungehorsams, Unglaubens gegenüber GOTT und Seinem WORT; ein Verführt sein und Verführt werden zur Gottgleichheit, in Erkenntnis des Guten und Bösen, aber Praktizieren in irdisch, seelischer, teuflischer Weisheit, somit behaftet mit Sünde, Gesetzlosigkeit, Irrtum und Lüge, in gottloser Eigenwilligkeit, Unabhängigkeit.

    Diese vollendete Sünde Adams (Mann und Frau) ist die Geburtsstunde der Gottlosigkeit und riss den Menschen und die ihm anvertraute Schöpfung in den Tod hinein, in Verwesung, Vergänglichkeit und ewigen Ruin.

    Das Evangelium der „Liebe der Wahrheit“, das „WORT vom Kreuz“, GOTTES Kraft und GOTTES Weisheit, zeigt der gesamten Menschheit die geoffenbarte Gnade GOTTES und die Scheidung der Geister bereits am Gerichtsplatz „Golgatha“ auf, hier anhand der zwei gottlosen Sünder, links und rechts neben dem Kreuz JESU; siehe Lk. 23, 39-43!

    Die Schlussworte des „Amen GOTTES“, JESUS, lauten:
    „Wahrlich, Ich sage dir: Heute wirst du mit Mir im Paradies sein.“

    Jeder, der sich dieser herzlichen Barmherzigkeit GOTTES nicht gewiss ist, sollte sich ebenfalls so demütigen wie der eine errette Sünder neben dem Kreuz JESU und den Namen des HERRN JESUS anrufen zu seiner persönlichen Errettung!

    KaRo

    • Neue ethische Fragen sind vielschichtig

      Die Meinung und diesen Glauben von Karel Roman teile ich vollständig. Auch der Satz ist richtig: „Nur der das Leben gibt, hat das alleinige Recht es zu nehmen – unser Schöpfer“! Aus diesem Grunde wurde ich ja auch vor vielen Jahrzehnten Wehrdienstverweigerer. Allerdings ist die ganze Angelegenheit mit der Sterbehilfe, so sehr sie auch falsch ist, dennoch nicht so ganz einfach. Wir haben nämlich die Büchse der Pandora aufgemacht – möglicherweise durch den medizinischen Fortschritt unvermeidlich – und können damit die irdischen Funktionen unseres Körpers lange Zeit aufrecht erhalten. Auch das Verlängern des Lebens ist genauso problematisch, hat zumindest starke Kehrseiten, ebenso auch ein entgegenge- setztes Verkürzen. Dies geschieht ja dann, wenn ein Mensch notariell verfügt, er wolle keine lebensverlängernde Maßnahme Dies kann ich verstehen und es ist ethisch korrekt. Aber die Maschinen abzustellen, wie es der Betreffende wünscht, oder sie gar nicht erst anzustellen, vermittelt mir jedenfalls ungute Gefühle. Hier fragt sich auch, ob dies dann ein Verkürzen des Lebens oder nur die Nichtverlängerung irdischer Existenz darstellt. Ich weiß von einem Menschen, der keine Apparate-medizin wünschte. Im Krankenhaus konnte die Tochter aber die notarielle Verfügung nicht vorlegen. So kam es dann, dass der Betreffende wieder aufwachte und noch geraume Zeit sowie durchaus ohne großes Leiden weiterlebte, Kuchen für die Nachbarschaft gebacken hat und ob er die gleiche Entscheidung noch einmal treffen würde, wissen wir nicht. Die moderne Medizin bringt uns mE öfters in ein Dilemma. Aber den Fortschritt aufzuhalten ist unrealistisch und kann nicht funktionieren.

      Die neuen Fragen, die uns die Ethik zu diesen Themen aufbürdet, sollte man auch als Christin oder Christ durchaus tolerant diskutieren. Die liegen nämlich nicht nur in der Fragestellung, ob es eine Grenze gibt, hinter der menschliches Leiden nicht mehr zwanghaft zugemutet werden muss. Etwa in dem großen Bereich von genetischen Möglichkeiten. Hier stellt sich die obige Frage in noch größerer Ernsthaftigkeit: Gehören nicht das Unwohlsein, aber auch die Probleme und Schmerzen einfach so zum Leben dazu – wie auch alle positiven Seiten.. Sodass ein genetisch veränderter vollkommenerer Mensch vielleicht die Grenze überschreitet, hin der er zwar noch eine Kreatur und ein Geschöpf Gottes ist, aber nicht mehr ein menschliches Wesen wie wir es von alters her kennen. Die fernere Zukunft macht es leider theoretisch möglich ein Wesen zu kreieren, dass kaum noch krank wird. Da kann dann niemand mehr behaupten, Jesus sei für seine Schmerzen gestorben. Vielleicht sollten wir überlegen, erst gar nicht Gott spielen zu wollen. Im Endeffekt übersteigt dies auch unsere Möglichkeiten

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