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Die Mission für Süd-Ost-Europa (MSOE) wird den Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverband verlassen. Das berichtet die christliche Nachrichtenagentur idea mit Berufung auf den Missionsleiter Friedemann Wunderlich. Der Verband sei in der Schriftfrage aufgeweicht, vertritt also nicht mehr uneingeschränkt konservative Werte, begründet das Missionswerk. Wunderlich sagte der Nachrichtenagentur, die Bibel werde nicht mehr uneingeschränkt als Gottes Wort angesehen. Das schade der Beziehung zu Missionsfreunden und Partnerverbänden im In- und Ausland, so das Werk in einem Schreiben.

Auch, dass der Gnadauer Vorstand mehrheitlich für eine Wiederwahl Michael Dieners als Präses eingetreten und sich so hinter seine „plurale Sichtweise in der Schriftfrage“ gestellt habe, sieht MSOE kritisch. Dass Diener nun gar nicht mehr bei der Präseswahl antritt, ändert nichts daran. „Wenn die Grundlagen um Bibel und Nachfolge undeutlich werden, ist der geistliche Niedergang nicht mehr weit. Und wie können intensiv Brücken geschlagen werden zu einer Kirche, in der die reformatorischen Bekenntnisse immer mehr praktisch infrage gestellt und ihr entgegengesetzte Meinungen gefördert werden?“, zitiert idea das Schreiben von MSOE. Der Austritt soll Ende 2020 wirksam werden.

Der Generalsekretär des Gnadauer Verbands, Frank Spatz, äußerte gegenüber idea sein Bedauern. Die theologische Grundausrichtung des Verbands sei seit vielen Jahrzehnten unverändert geblieben. Darauf habe man immer wieder hingewiesen. Nach der Verlautbarung „Gottes Wort vertrauen – Barmherzigkeit leben“ des Verbands von 2016 ist die Heilige Schrift allein der Maßstab für das, was er glaubt und verkündet. Es gebe keine Bestrebung, an dieser Linie etwas zu ändern, sagte Spatz.

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