Mit seiner Dokumentation „Verteidiger des Glaubens“ will Regisseur Christoph Röhl offenlegen, wie Papst Benedikt XVI. Missbrauchsfälle systematisch vertuscht hat. Am 31. Oktober kommt der Film in die Kinos, schon jetzt gibt es Vorpremieren. Doch die laufen nicht reibungslos ab: Eine Diskussion im Anschluss an die Vorführung in Starnberg musste die Moderatorin abbrechen, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Vor allem vier Kinobesucher hätten den Regisseur heftigst angegriffen und mit „emotionalen Zwischenrufen“ jede seriöse Diskussion erstickt, zitiert die Zeitung den Pfarrer Eckart Bruchner.

Fünf Jahre will Röhl für den Film recherchiert haben. Unter anderem kam er mit Bischöfen, Theologieprofessoren und Opfern ins Gespräch. Rückhalt für sein Werk bekommt er auch auf kirchlicher Seite, beispielsweise von Pfarrer Andreas Jall. Der hatte den Film gesehen, bevor er beim Fünfseen-Filmfestival gezeigt wurde, und für die Pfarreiengemeinschaft Starnberg die Patenschaft übernommen. „Für mich stellt sich die Frage, wie solche Strukturen entstehen, die es möglich machen, dass etwas so gewaltig Böses in meiner geliebten Kirche entsteht und dann geleugnet wird“, zitiert ihn die Süddeutsche.

LINK: Kirche, Missbrauch und Rage

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