Die Badische Landeskirche lädt zu einem Gottesdiensterlebnis der besonderen Art ein: Die Gäste werden dabei durch Avatare verkörpert und treffen sich in einem virtuellen dreidimensionalen Kirchenraum.

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Getestet wird das neue Format am heutigen Freitag (19 Uhr) im Rahmen des „Barcamps Kirche online Süd“, heißt es in einer Pressemitteilung. „Bis zu 300 Userinnen und User können sich registrieren, einen Avatar auswählen und überall mitbeten“, erläutert Projektmitarbeiter Ulli Naefken. Kritisch sei vor allem die erforderliche Rechnerleistung im Hintergrund.

Im Anschluss an die Digital-Andacht soll es eine virtuelle Begegnungsmöglichkeit in mehreren sogenannten „Meetingzones“ geben. Dabei bewegen sich die Besucherinnen und Besucher in einem digitalen dreidimensionalen Raum und sprechen sich beim Aufeinandertreffen an. Kommuniziert werden könne über das angeschlossene Mikrofon. Die dreidimensionalen Räume ließen sich über die Computeransicht und ohne Virtual-Reality-Brille erreichen und erkunden, heißt es.

„Durch die Erschaffung von virtuellen Welten lassen sich vom heimischen Sofa aus unterschiedlichste Orte besuchen. Ebenso wäre es denkbar, gemeinsam auf eine Kunstreise zu gehen oder biblischen Geschichten an virtuellen Orten von damals zu lauschen,“ sagt der badische Pfarrer Gernot Meier.

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Die Virtual-Reality-Andacht ist Teil des digitalen Barcamps „Kirche online Süd“ der Evangelischen Landeskirchen in Baden, Bayern und Württemberg.

Webseite: Barcamp Kirche Süd

1 DIREKT-KOMMENTAR

  1. Macht mir etwas Angst

    Grundsätzlich: Was zu Coronazeiten alles christlich im Netz geschieht, auch die wunderschönen Gottesdienste im Internet oder Fernsehen, zeigen mit wie viel Liebe sie gestaltet werden und in diesen Notzeiten eine Alternative zur Realpräsenz im Kirchenraum darstellen. Die hier geschilderten erweiteren Möglichkeiten machen mir nicht deshalb etwas Angst, weil sie offensichtlich etwas neues darstellen, sondern sie könnten zur Verirrung im Netz beitragen. In hoffentlich wieder gesünderen Zeiten darf man wieder Gemeinschaft pflegen in Realpräsenz, dem Nebenmenschen in die Augen blicken und dabei erleben, dass der Leib Christi wirklich ausFleisch und Blut besteht. Künstliche Realitäten können süchtig machen. Und was ist, wenn jemand künstlicher Avatare erschafft und ich gemeinsam mit ihnen beten und hoffen darf und doch nur einer KI begegne. Vielleicht ist das etwas weit her geholt. Aber es bleibt doch ein Gefühl von Bedenken.

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