Basketballstar und Christ Kobe Bryant stirbt bei Helikopterunfall

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Kobe Bryant zeigt während eines Spiels in die Kamera.
Kobe Bryant, Foto: picture alliance / abaca
Der US-Basketballspieler Kobe Bryant ist am Sonntag bei einem Helikopterabsturz ums Leben gekommen. Einen biografischen Wendepunkt verdankte er einem Priester.
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Von Nathanael Ullmann

Kobe Bryant ist am gestrigen Sonntag mit 41 Jahren verstorben. Ein Helikopter, in dem er saß, stürzte in Kalifornien ab. Mit ihm kamen auch seine 13-jährige Tochter Gianna und sieben weitere Personen ums Leben. Er hinterlässt drei weitere Töchter sowie seine Eherfrau Vanessa. Das berichten übereinstimmend mehrere Medien. Sportbegeisterte in aller Welt trauern um den NBA-Spieler. „Ich bete für ihn und seine Familie“, schrieb unter anderem José Gomey, der Erzbischof von Los Angeles.

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Bryant gilt als einer der besten Basketballspieler der Geschichte. Bis zum Ende seiner Karriere 2016 spielte er 20 Jahre lang für die Los Angeles Lakers in der NBA. 2008 wurde er zum wertvollsten Spieler (MVP) der Saison in der NBA gewählt. Zweimal holte er bei Olympia Gold. 2006 erzielte er bei einem Spiel gegen die Toronto Raptors 81 Punkte. Das ist die zweithöchste Einzelsumme in der Geschichte der Liga. Außerdem gewann er einen Oscar für den Animationskurzfilm „Dear Basketball“, für den er das Drehbuch verfasste.

Prozess wegen vermeintlicher Vergewaltigung

Der ehemalige Basketballstar bleibt jedoch nicht nur für seine sportlichen Leistungen in Erinnerung. 2003 bezichtigte ihn eine 19-jährige Hotelangestellte, sie vergewaltigt zu haben. Er gab zu, mit ihr geschlafen zu haben, dies sei jedoch einvernehmlich geschehen. Nachdem die Frau vor Gericht die Aussage verweigerte, wurde der Prozess eingestellt. Bei einem Zivilprozess einigten sich die beiden außergerichtlich. Später entschuldigte sich Bryant, da er jetzt verstehe, dass die 19-Jährige den Vorfall anders gesehen habe.

Trotzdem erlitt Bryants Karriere dadurch einen Schaden. Mehrere Sponsoren wollten nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten. Seine Frau reichte die Scheidung ein. Hilfe bekam er von einem Geistlichen: „Die eine Sache, die mir wirklich beim Prozess geholfen hat, […] war ein katholischer Priester“, erzählte er dem Magazin GQ.

In Gottes Hand

Der soll ihn gefragt haben, ob er es wirklich gewesen sein. Er verneinte. Dann fragte der Priester, ob er einen guten Anwalt habe. Das bejahte Bryant. „Und dann sagte er einfach: ‚Lass es ruhen. Gehe weiter. Gott wird dir nichts geben, dass du nicht bewältigen kannst. Und es ist jetzt in seinen Händen. Du kannst es nicht kontrollieren. Also lass es ruhen.‘ Und das war der Wendepunkt“, sagte der Sportler dem Magazin.

Später brach Vanessa Bryant die Scheidung ab. Das Paar blieb verheiratet. Wie Christian Today schreibt, gründeteten die beiden sogar eine Stiftung, die Kobe and Vanessa Bryant Foundation (KVBFF). Diese setzt sich für Jugendliche ein.

 

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I wanna tell a story about the time I met Kobe Bryant. I was sitting in the very back of Holy Family Cathedral in Orange, CA, on a WEEKDAY mass. At the time I was very into wearing veils and on this particular day I had a scarf I used as veil. Right as mass begins I see a huge shadow in my right peripheral vision and hear a decently loud creak from probably a big man. I double took to see… it was KOBE BRYANT IN THE SAME PEW AS ME ON THE OTHER END! I just went about my normal praying and singing as usual cause he like all of us came to pray. Thank God I had the veil so I could stay focused on Jesus not this insanely talented Basketball player my whole family has looked up to and watched our whole lives. As we went up to communion, he waited for me to go. If you grew up in the Catholic Church, you understand this is a respectful thing men do in church as a sign of respect to women. He said I have a beautiful voice. I said thank you and went up to communion. @marydallal @mandymissyturkey and a couple other friends saw him standing behind me going to receive Jesus. And we talked about it after mass and freaked out together. It was such a cool experience to receive Jesus right before him, and also, to walk up to receive Jesus together. It was also cool to see him come for a weekday mass. He said in his GQ interview how a Catholic Priest helped him through the tough time he went through in the media. He also talks about how his faith is important. His most inspiring trait was his decision to turn to his faith in God and receive God’s mercy and to be a better man after a regretful decision. Him and his wife do so much great work with their foundation. I’m heartbroken at the news of his death, alongside his daughter Gianna. My prayers go out to his Family, friends and loved ones. Eternal rest grant unto him, and her oh Lord and let perpetual light shine upon them. May they Rest In Peace, Amen. We love you Kobe & Gianna. 💔 . . . . #kobebryant

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Der Besuch beim Priester ist nicht die einzige Begegnung, die der Weltstar mit dem Glauben hatte. Die Catholic News Agency berichtet, dass er ein regelmäßiger Kirchgänger gewesen sein soll. Auch die Sängerin Christina Ballestaro beschreibt in einem Instagram-Post, wie sie Bryant unter der Woche bei einer Messe in der Kathedrale der Heiligen Familie in Orange County getroffen hat. „Seine inspirierendste Eigenschaft war seine Entscheidung, sich seinem Glauben an Gott zuzuwenden, Gottes Gnade zu empfangen und nach einer bedauerlichen Entscheidung ein besserer Mensch zu werden“, schreibt sie.

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