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Heinrich Bedford-Strohm, der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), hat die Bundesregierung angesichts der Situation in den Flüchtlingslagern in Griechenland kritisiert: „Es ist mir nicht mehr begreiflich, warum das vor vier Wochen vom Koalitionsausschuss beschlossene Kontingent von mindestens 1.500 Kindern nicht längst nach Deutschland evakuiert wurde“, schreibt er in einem Statement. Deutschland solle sich ein Beispiel an Luxemburg nehmen, das noch vor Ostern die ersten Kinder ausfliege.

Auch die überfüllten Lager müssten unverzüglich geräumt und die Schutzsuchenden europäisch verteilt werden. „Griechenland kann diese Last nicht länger alleine schultern. Gerade jetzt in der Corona-Krise braucht es unsere Solidarität, also ein Relocationprogramm, das die Menschen schnell und dezentral auf verschiedene europäische Staaten verteilt“, sagt Bedford-Strohm. Vertreterinnen und Vertreter von Kirchen und Kommunen hatten bereits Anfang März nach einem Besuch des Flüchtlingslagers Moria in einer „Erklärung von Lesbos“ die sofortige Aufnahme aller unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge durch EU-Staaten gefordert. (nate)

1 DIREKT-KOMMENTAR

  1. Angesichts Weitestgehend leerer bibelferner Kirchen auch außerhalb von Corona,sollte es für den Ratsvorsitzenden selbstverständlich sein ,dass ALLE bundesweite Kirchen und dazugehörige Gebäude, als Unterkünfte der Flüchtlinge umfunktioniert werden.

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