Das katholische Hilfswerk "Missio" hat einen Weblog zum Thema Religionsfreiheit gestartet. Darin berichten Autoren aus Afrika, Asien und dem Nahen Osten über die Lage bedrängter Christen in ihren Heimatländern.

 "Wir wollen differenzieren und genau hinsehen. Dort, wo Christen diskriminiert, bedrängt oder gar verfolgt werden, wollen wir das auch so beschreiben und Ursachen nennen. Gleichzeitig wirken wir aber immer wieder auf den interreligiösen Dialog hin und unterstützen Lösungsmöglichkeiten für Konflikte", schreibt "Missio"Präsident Prälat Klaus Krämer in einem ersten Eintrag auf "bedraengte-christen.de". Das Blog soll sowohl ein Instrument der aktuellen Berichterstattung, als auch der Reflexion über das Thema Religionsfreiheit in aller Welt sein, heißt es im Impressum weiter. 

 Künftig sollen Autoren aus Afrika, Asien und dem Nahen Osten sowie Experten aus dem Haus "Missio" und anderer Organisationen zu Wort kommen. Jede Woche werde es in dem Blog mindestens zwei neue Beiträge geben. Die Texte werden auf Deutsch publiziert, aber auch auf Englisch oder Französisch. Journalisten und Blogger können die Beiträge kostenfrei mit Hinweis auf die Quelle zitieren. 

 In den ersten Beiträgen, die alle am Dienstag erschienen sind, beschäftigen sich die Autoren mit der Lage der Religionsfreiheit in Pakistan, Ägypten und Syrien. Fadi Daou aus Beirut weist in seinem Text auf die Lage der verschleppten Bischöfe aus Aleppo hin: "Ich persönlich mache mir Sorgen um ihr Schicksal. Angesichts der chaotischen Situation im Land kann man nicht auf den gesunden Menschenverstand oder auf die Vernunft der revolutionären Milizen vertrauen, die ohne zentrales Kommando operieren." Vorerst hätten sie jedoch versichert, dass sich ihr Kampf nicht gegen die Christen richte. Die Milizen respektierten sie und wollten ihre Präsenz in Syrien schützen, "wenn sie denn erst einmal – wie sie sagen – von der Macht des gegenwärtig amtierenden Regimes befreit sind", schreibt der Autor. 

(Quelle: Christliches Medienmagazin Pro)