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Beim „Christopher Street Day“ (CSD) in Berlin wird es am 22. Juli einen Umzug vom Kurfürstendamm bis zum Brandenburger Tor geben – mit dabei: die evangelische Kirche. Sie wirbt für die „Trauung für alle“. Kondome mit Luthersprüchen sollen entgegen ersten Überlegungen aber doch nicht verteilt werden.

Unter dem Motto „Trau dich“ wird ein 140 Menschen fassender Truck für die kirchliche Trauung von gleichgeschlechtlichen Paaren werben. Das Ganze sei eine Aktion des evangelischen Sprengels Berlin, sagte die Hauptorganisatorin, Pfarrerin Stefanie Hoffmann vom Kirchenkreis Berlin-Stadtmitte, am Montag dem Evangelischen Pressedienst (epd): «Es ist keine Aktion der Landeskirche, wurde aber mit ihr abgesprochen.» Schirmherrin ist die Berliner Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein.

Geworben werden soll mit der Parade-Teilnahme für kirchliche Trauungen, die in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) seit vergangenem Jahr auch für homosexuelle Paare ohne Einschränkungen möglich sind. Die Idee für den Truck hatte Superintendent Bertold Höcker, dessen Kirchenkreis Stadtmitte die Aktion auch organisiert.

Überlegungen, während des Umzugs von dem Lastwagen aus Kondome mit dem Luther-Zitat «Für Huren* und Heilige*» sowie Gleitgel zu verteilen, seien verworfen worden, teilte die evangelische Landeskirche am Montagnachmittag mit. Die Botschaft solle auf die «Trauung für alle» konzentriert werden.

Finanziert werde der Truck überwiegend aus Spenden, sagte Hoffmann: «Wir haben einen Großspender, der anonym bleiben will, und mehrere Einzelspender.» Dazu kämen noch überschüssige Haushaltsmittel aus dem Kirchenkreis. Die Gesamtkosten liegen laut Kirchenkreissprecherin Christiane Bertelsmann bei etwas über 10.000 Euro.

In die Vorbereitungen sind laut Hoffmann kirchliche Initiativen wie «Homosexuelle und Kirche» (HuK), «Kirche positiv» und der Schwul-lesbische Pfarrkonvent eingebunden. Den Truck werden Banner mit Aufschriften wie «’Trauung für alle in unseren Kirchen» oder «Evangelische Kirche – seit 500 Jahren in Bewegung» schmücken. Die 140 Plätze auf dem doppelstöckigen Umzugswagen würden per Einladung vergeben, sagte Hoffmann.

25 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Eine weitere Krönung im Luther Jahr. Die EKD im Abfall von der biblischen Wahrheit – ein weiterer trauriger Tiefpunkt – für den allmächtigen Gott der Bibel ein Gräuel!

  2. Sie haben die Wahrheit über Gott verdreht und ihrer eigenen Lüge geglaubt. Sie haben die Schöpfung angebetet und ihr gedient und nicht dem Schöpfer. Ihm allein aber gebühren Lob und Ehre bis in alle Ewigkeit. Amen. Dabei wissen sie ganz genau, dass sie nach dem Urteil Gottes dafür den Tod verdient haben. Trotzdem machen sie so weiter wie bisher, ja, sie freuen sich sogar noch, wenn andere es genauso treiben.
    Römer 1:25‭, ‬32 HFA
    http://bible.com/73/rom.1.25-32.HFA

    • Es tut mir leid, aber DIESE Kirche, die dem Mainstream nicht nur hinterherläuft, sondern sich tatsächlich noch durch prominente Vertreter an seine Spitze setzt; diese Kirche ist nicht die Braut Christi. Und wenn sie es noch so sehr versuchen niederzuschreien: Gottes Wahrheit kann man durch kein Gesetz, kein Gericht oder irgendwelche politische Berichterstattung und schon gar nicht durch einen „shitstorm“ verdrehen. Es ist nicht sonderlich schwer, gewisse Dinge in der Bibel zu erkennen. Die Frage ist nur, beugt man sich der Wahrheit oder reibt man sich so sehr an ihr, dass man beginnt, dagegen zu rebellieren. Ich habe auch mit manchen Dinge, die Gott in seinem Wort sagt, Mühe. Aber nicht deshalb, weil sie nicht wahr wären, sondern weil ich viele Schwächen habe, mit denen ich nur durch seine Gnade lerne, umzugehen. Das heißt leider auch, dass viel Versagen dazugehört. Das macht es nicht leichter. Die Frage ist nur: Glaube ich, dass Gott recht hat oder nicht, sind seine Aussagen absolute Wahrheit oder nicht. Bedarf es der Auslegung oder nicht. Man kann über vieles diskutieren, aber der Ansatz, dass heute oft die Meinung vertreten wird, allen Menschen in der bisherigen Weltgeschichte nicht nur wissensmäßig überlegen zu sein, sondern damit einhergehend auch keiner göttlichen Autorität mehr zu unterliegen wird jeder selbst mit seinem Schöpfer ausmachen müssen, wenn er vor ihm steht. Und da ist es mir doch wesentlich lieber, wenn ich weiß, was mein Herr über gewisse Dinge denkt und mich nach ihm zu richten. Deshalb ist er doch mein Herr. Anderenfalls lehne ich ihn als Herrn doch ab.

      Besser als das Wort des Herrn es sagt und wie es schon von Altin Qosja zitiert wurde, kann man es nicht sagen.

  3. Wo es soviel Not auf der Welt gibt. Die Spender und die Verantwortlichen sollten sich schämen.

  4. Der HERR sagt sehr deutlich im Römerbrief was ER von Homosexualität hält, d.h. nicht, dass wir die, die so leben, verachten sollen, aber in keinem Fall so tun dürfen, dass diese Lebensart unter GOTTES SEGEN steht … Leider sieht man auch an dieser Aktion, die Blindheit der Verantwortlichen in der Ev.-Landeskirche … HERR erbarm Dich über all die blinden Blindenführer besonders in der Landeskirche !

  5. Es ist Gott ein Gräuel? Gräuel ist es Gott, wenn Heterosexuelle Männer aus Kick-Gründen, ihre Feinde erniedrigt haben oder sich neben der Ehefrau noch jemand hielten, damit es nicht so eintönig wird in der Ehe. Mit Homosexualität hat das ganze nichts zu tun.

  6. @ Qosja, Altin
    prima, das passt so genau, dass es schon erschreckend ist aber wohl leider nicht für diejenigen, die es erschrecken sollte.
    In diesem Zusammenhang kann man auch schon gut ab Vers 21 zitieren.
    Da kann man nur jedem in der EKD raten mit den Füßen abzustimmen.
    Dazu noch in diesem Jahr, Luther hätte es gegruselt.

  7. Nach dem gestrigen Gottedienst fraget mich unsere Pfarrerin, warum ich si mit Gott hadere. Ich habe ihr geantwortet:
    „Ich hadere nicht mit Gott. Ich schwanke nicht in meinem Glauben an jesus Christus ! Aber ich hadere und schwanke, wenn ich sehe wie die, die sich Gottes Diener nennen, unseren Glauben verdrehen und verraten !“
    Mehr kann ich zu diesem makaberen Spielen der Berliner Kirchsprngels nicht sagen…..

  8. Die haben doch voll ein Rad ab, die Kirchenleitungen.
    Gal 6,7 Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten.

  9. Die Kirche hat keine Ehrfurcht mehr vor unserm Schöpfer, sie passt sich der Welt an, und fragt nicht mehr nach Gottes Wille, Gott ist ein lebendiger HERR, und sieht das Menschliche Herz, ER weiß um den Abfall!! ER läßst sich nicht spotten

  10. Muss so etwas sein? Spendengelder kann man garantiert besser verwenden! Missionarisch sollte die Kirche unterwegs sein – aber so…

  11. Die wirklich Leidtragenden sind letztendlich die homosexuell empfindenden Menschen. Die Kirche, hier insbesondere die Evangelische, sollte diesen Menschen in liebevoller Weise die erlösende Botschaft unseres Vaters im Himmel bringen, sie aber nicht noch in ihrem Tun bestätigen. Welch verhängnisvolle Tat.
    Beten wir für Weisheit, Einsicht und Umkehr.
    Beim „Marsch für das Leben“ lassen sich die sogenannten „evangelischen Schirmherren“ (Entschuldigung, das war nicht gender-gerecht.) sicher nicht blicken, aber bei CSD laufen Sie in vorderster Reihe.
    Unglaublich.

  12. Seit den Tagen von Gibea hat sich nichts geändert Ri19……..doch einer hat einer in lockerer Beziehung lebender Frau ihr Problem mit der Sünde vorgestellt und etwas wunderbares offenbart. Joh4

  13. Erfreulich, das Engagement der Evangelischen Kirche. Nur, der Leidensdruck bei den Jugendlichen Gleichgeschlechtlichen in unseren Freikirchen und Gemeinschaftsverbänden ist viel grösser. Die Ehe gilt heute bei Teilen der Gesellschaft nicht mehr als erstrebenswert und ausgerechnet jenen, denen Liebe, Treue und Verbindlichkeit wichtig sind, die bewusst in der Nachfolge Christi stehen, wird der Segen Gottes von der Gemeinde verweigert.

  14. Es ist erschreckend. wenn es um Abreibung geht, dann verweigert die evangelische Kirche jegliche Unterstützung, wenn es um Homosexualität geht, ist alles möglich.

    Ist es den evangelischen Christen egal das jedes Jahr 100000 Babys im Mutterleib getötet werden?

  15. Im Artikel steht:
    „Unter dem Motto „Trau dich“ wird ein 140 Menschen fassender Truck für die kirchliche Trauung von gleichgeschlechtlichen Paaren werben“
    Ich traue der evangelischen Kirche immer weniger. Das Motto ist auch seit der Wende zur Homosegnung von Kurhessen etwas neues. Damals sah man schon die Problematik, dass eine Ehe für alle nicht in Frage kommt. Heute wird um homosexuelles Leben in der Kirche geworben. Die Kirchen werden deswegen auch nicht voller.

    • Kleine Verschiebung ? Es wird nicht um homosexuelles Leben in der Kirche geworbe – genausowenig wie für sexuelles Leben in der Öffentlichkeit, eal ob von hetero- oder homosexuellen Menschen. Es wird in der Kirche geworben für ein Ende der Diskriminierungen und Krimiinalisierungen homosexuell Lebnder.
      Seit Ende der 70er Jahre sind es gläubige Seelsorger, die dieser Verachtung und Ausgrenzung entgegentreten.
      Die Ablehnenden der Ehe für alle vergessen, dass es eine Entscheidung zweier Menschen ist in Verantwortuung vor Gott und diese Entscheidung in Liebe, Vertrauen, Treue langfristiger und ehrlicher sein kann als manche Ehe auch von Christen, die längst zerstört ist und in fortsetzender Zerstörung verharrt. Wieviel Unrecht ist homosexuellen Menschen getan worden ! Wieviel Leid wurde ihnen traditionell mit aussichtslosen Therapien, Mediikamenten und Operationen zugefügt!
      Nein – um homosexuelles Leben in der Kirche wird nirgendwo geworben. Das ist ein Zungenschlag, der der Realität widerspricht. Vielmehr wird „in der Kirche für eine Eigenverantwortung im Blick auf sexuelle Erfüllung geworben und damit auf das Recht homosexuell Geschaffener auch homosexuell zu leben.

      Der Staat ist von Kirche getrennt und kann nicht in der Gesetzgebung nur christlich-traditionelle Richtlinien erlassen, die zum Gesetz werden können. Gesetz unfD Evangelium sind aber schon bei Jesus zu unterscheiden.

      MenschMartin

  16. Mein Namensvetter Martin ist auf die Bibel bezogen einseitig oder auf einem Auge blind. Denn die Bibel redet auch von der Umkehr von falschem Haltungen gegenüber Sündern oder schlicht Menschen, die offenbar an Haltungen festhalten, die für bestimmte Christen Sünde sind. Jesus nimmt die Sünder an – er lehnt sie nicht ab. Das hat Kirche lange, viel zu lange getan. Darum ist es gut und richtig, unter (vermeinlichen Sündern zu sein und ein Zeugnis für die respektvolle Annahme dieser betreffenden Leute zu geben.
    Es ist wie bei Christen im Beruf des Soldaten: Dieser Beruf ist nicht automatisch Sünde, wenn er dem Frieden dient. Und selbst wenn Soldaten (und andere) im ungünstigsten Fall oder sogar in den Alternativem der Unterlassungen sündigen, dürfen und sollen wie sie an Christi Statt annehmen und für die Versöhnung mit Gott Zeugnis geben.
    Andererseits: Bekennende Homosexuelle finden in den herkömmlichen Kirchen und Gemeinden keine Anerkennung ihres Glaubens – da ist es wie bei Jesus Freaks, ehemaligen Drogensüchtigen afrikanischen oder russischen Gemeinde, bei Motorradfahrern und „Frauen-Gottesdiensten“ Wweil bestimmte Lebensarten abgelehnt werden, bleibt den Gläubigen aus diesen Gruppen die Zusammenkunft in ihrer Lebensart. Leider. Aber so ist es nun.

  17. Die letzten Kirchentage welche wohl eher einen bunten Jahrmarkt für alle gleich gekommen sind haben bewegt auch dem Verein auszutreten….
    …Wechsler Veganer möchte das mit seinem Beiträgen Metzgereien und Masttierzüchter beworben werden?
    …oder gar das Metzgermit Vorträgen über ihre Erzeugnisse bewerben, Metzerzeitschriften verteilen, und verlangen das in der Veganertheken auch Fleischprodukte angeboten werden!?

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