Bettina Röder: „Axel Noack“

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Mit „Axel Noack – Biografie eines frohgemuten Protestanten“ beschreibt Bettina Röder den Altbischof, der mit seinen Initiativen einen großen Beitrag zur Wiedervereinigung geleistet hat. Der Leser lernt die Hauptperson des Buchs ab seiner Geburt in Görlitz kennen. Röder berichtet weiterhin über Noacks Studienzeit in Naumburg und die unterschiedlichen Pfarreranstellungen in Wolfen und Merseburg. Die Zeit als Bischof in Magdeburg und vor der Rente in Halle haben auch in jeweils einem Kapitel Platz gefunden.

Seine erste, grundlegende Prägung erfährt Noack in den diakonischen Heimen in Lobetal. Wenn man in Lobetal arbeitet, relativieren sich die Probleme der Welt: Vielen Menschen ist es dort nahe liegender, zugebundene Schuh zu haben, als wie viel Raketen ein Land besitzt. Für den Bischof wurde die Diakonie lebenslang ein Betätigungsfeld. Menschliche Bindungen waren für ihn wichtiger als materieller Zugewinn.

„Arbeite fröhlich im Weinberg des Herrn“

In dem Buch wird Axel Noack als den Menschen zugewandt, offen, freundlich und mit großer Vermittlungsgabe beschrieben. Er wollte gerne andere verstehen, statt sie zu verurteilen. Sein Lebensmotto war es, sich einzumischen, um die Welt ein Stückchen friedlicher und menschlicher zu machen. Das war auch die Botschaft der friedlichen Revolution von 1989. Mit seinem Slogan „Arbeite fröhlich im Weinberg des Herrn“ wurde er bekannt.

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Insgesamt lässt sich der Text sehr flüssig lesen. Immer wieder wird er außerdem von Schwarz-Weiß-Fotos unterbrochen. Sehr spannend fand ich den Bezug zu bekannten, historischen Orten und Personen wie beispielsweise Pastor Bodelschwingh. Neben der Biografie enthält das Buch außerdem Texte von Axel Noack selbst.

Von Friederike Lober

Verlag: Wartburg Verlag
ISBN: 978-3-86160-565-2
Seitenzahl: 272
ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
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