Die vollständige Bibel liegt jetzt in 542 Sprachen vor, das Neue Testament zusätzlich in weiteren 1324 Sprachen. Der „Weltverband der Bibelgesellschaften“ spricht in seinem jüngsten Bericht von einem „Rekordjahr“.

Wie die Deutsche Bibelgesellschaft mitteilte, wurden im vergangenen Jahr 51 Erst- und Neuübersetzungen sowie Revisionen erstellt. In 18 Sprachgruppen liege erstmals die komplette Bibel vor. Die mit Abstand größte Sprachgruppe wird durch die Studienausgabe des Neuen Testaments in Hochchinesisch (Mandarin) erreicht: etwa 1,2 Milliarden Chinesen können sie nutzen. Bei den Erstübersetzungen liegt die Bibel in der Bantusprache Yao vorne, die von gut 3,1 Millionen Menschen in Ostafrika gesprochen wird.

Alexander M. Schweitzer, Leiter der Übersetzungsarbeit des Weltverband der Bibelgesellschaften (UBS), weist im im aktuellen „Global Scripture Access Report“ (Englisch) darauf hin, dass die Fortschritte nur durch großzügige Unterstützung vieler Förderer möglich seien. Inzwischen gebe es in 2.886 Sprachen mindestens ein Buch der Bibel. Sprachforscher gehen davon aus, dass weltweit rund 6.900 lebendige Sprachen existieren. Da Sprachen sich außerdem ständig weiterentwickelten, müssten in vielen Ländern die alten Übersetzungen einer Revision unterzogen werden oder völlig neue Übersetzungen erarbeitet werden. Rund 460 Millionen Menschen hätten nach wie vor keinen Zugang zu Bibeltexten in ihrer Muttersprache. Zurzeit arbeiten Bibelgesellschaften weltweit in mehr als 400 Übersetzungsprojekten.

Der Weltverband der Bibelgesellschaften zählt 146 Mitglieder und ist in mehr als 200 Ländern aktiv. Zu den Mitgliedern gehört auch die Deutsche Bibelgesellschaft.

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