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Seit 100 Jahren ist der Sonntag gesetzlich als Ruhetag festgeschrieben. In der Weimarer Reichsverfassung vom August 1919 heißt es: „Der Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage bleiben als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung gesetzlich geschützt.“ Auch im Grundgesetz wurde diese Regelung bestätigt. Aus diesem Anlass hat die „Bild am Sonntag“ 83 Dinge zusammengestellt, die den Sonntag zum „besten Tag der Woche machen“. Darunter findet sich auch die eine oder andere christliche Begründung. „In die Kirche gehen und merken, wie schön gemeinsames Singen ist“ wird ebenso aufgelistet wie „In der Kirche mal wieder in sich hineinhören.“ Auch in der kleinen „Kultur-Geschichte des Sonntags“ referiert die Bild auf die Bibel. Dort zitiert sie das Alte Testament: „Und Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn für heilig.“

3 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Der 7. Tag, den Gott heiligte, ist der Sabbat – also der Samstag! Erst die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten erkannte dessen biblische Bedeutung des vierten Sabbat Gebotes! So argumentieren die STA richtig, dass Gott der HERR den Sabbat bereits bei der Schöpfung angeordnet hatte und er deshalb nicht nur für die Juden zu gelten habe.

    Andere Christen haben den Sabbat auf Sonntag verlegt weil der Sonntag als Tag der Auferstehung Jesu der Tag des Beginns der Neuen Schöpfung ist! Sabbat von seiner hebr. Übersetzung her heißt in der Tat »Ruhetag«! Spielt es eine Rolle vor Gott ob man den Sabbat am Samstag oder am Sonntag oder an beiden Tagen hält?
    Ich persönlich versuche sowohl den Sabbat (durch Besuch der Gottesdienste bei den STA und des Wochenschluss Gottes-dienstes der evangelischen Kirche) als auch den Sonntag einzuhalten, so wie es die irische Christenheit über 6 Jahrhunderte (von 50 – ca. 600 n.Chr.) lang praktiziert hatte!
    Adventisten und die Sonntags haltenden Christen sollten sich an die Worte des Apostels Paulus in Römer 14,5 („Der eine hält einen Tag für höher als den andern; der andere aber hält alle Tage für gleich. Ein jeder sei seiner Meinung gewiss.”) und in Kol 2,16 („So lasst euch nun von niemandem ein schlechtes Gewissen machen wegen Speise und Trank oder wegen eines Feiertages, Neumondes oder Sabbats.“) halten und nicht die anderen als „falsche Christen“ bezeichnen!

  2. Bild ist Springer-Presse! Oder? Und das waren die, die am meisten getrommelt haben, das Bäckereien und am besten der ganze Einzelhandel Sonntags geöffnet sein sollen. Die, die Sonntags arbeiten können zum Teil nicht am christlichen Leben teilnehmen. Das nennt man Spaltung, oder?
    Ergo kann man Bild getrost übergehen, ist meiner Meinung nach absolut überflüssig!

  3. Ich habe vor ein paar Jahren in Russland und Kasachstan jeweils ein paar Monate in der Landwirtschaft gearbeitet. Auf Grund der kurzen Vegetationszeit ging die Arbeit ohne Sonntag durch. Es wurde jeden Tag auch viel mehr als 8 Stunden gearbeitet, hinzu kamen zeitaufwendige An- und Abfahrten. Die interessante Beobachtung war, dass sich nach 3-4 Wochen eine bedingte Interessenlosigkeit an der Arbeit eingestellt hat, es wurde mir gleichgültig , ob wir abends einen sinnvollen Abschnitt zu Ende bekommen haben oder nicht; das kannte ich von mir von früher absolut nicht. Ob Montag oder Mittwoch war, fiel auch sozusagen aus dem Bewusstsein heraus. Ohne Strukturierung der Zeit in den 7 Tages Rhythmus verflacht alles, bis man keine Lust mehr hat . Der Sonntag als Zäsur von Gott macht offensichtlich mehr Unterschied, als man / ich ohne diese Erfahrung gedacht hat.

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