Bischofskonferenz: Marx tritt nicht mehr als Vorsitzender an

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Kardinal Reinhard Marx (Foto: Wolfgang Roucka / Erzbischöfliches Ordinariat München / Wikimedia)
Kardinal Reinhard Marx wird sich nicht für eine zweite Amtszeit als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz zur Verfügung stellen. Die Gründe benennt er klar.
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Reinhard Marx hat im Vorfeld der Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz vom 2. bis zum 5. März klargestellt: Als Vorsitzender stellt er sich nicht mehr zur Wahl. In einem Brief nennt er sein Alter als Grund. Am Ende einer möglichen zweiten, sechsjährigen Amtszeit wäre er 72 Jahre alt. Auch wird dann das Ende seiner Aufgabe als Erzbischof von München und Freising nahe sein: „Ich finde, es sollte die jüngere Generation an die Reihe kommen. Und vielleicht ist es auch gut, wenn es häufiger einen Wechsel in dieser Aufgabe gibt.“

Die Entscheidung stehe für ihn schon seit einiger Zeit fest. Nichtsdestotrotz habe er seinen Vorsitz „sehr gerne“ ausgeübt. Jedoch habe alles seine Zeit, zitiert er das biblische Buch Prediger. Selbstverständlich werde er zudem weiterhin aktiv in der Bischofskonferenz mitarbeiten und sich besonders für den Synodalen Weg engagieren. „Zugleich möchte ich jetzt auch wieder stärker im Erzbistum München und Freising präsent sein, gerade in dem umfassenden Strategieprozess, den wir in diesem Jahr beginnen wollen“, schreibt er.

Marx ist seit 2014 Vorsitzender der Bischofskonferenz. Er zählt zum reformorientierten Flügel der katholischen Kirche. Den Synodalen Weg begleitet er aktiv. Auch ist er ökumenisch engagiert. Heinrich Bedford-Strohm, dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, steht er nahe: „Wir sind wirklich Freunde und lassen uns nicht auseinanderdividieren. Auch die Kirchen nicht“, hatte Bedford-Strohm erst vor kurzem im Münchner Presseclub gesagt. (nate)

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