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Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen spricht sich in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für einen Ausstieg aus der Atomkraft aus.

 Ein «Restrisiko» dürfe nicht länger in Kauf genommen werden, heißt es dem Schreiben der Präsidentin und evangelisch-methodistischen Bischöfin Rosemarie Wenner, das am Donnerstag in Frankfurt am Main veröffentlicht wurde.  Alle bereits abgeschalteten Kraftwerke dürften nicht wieder ans Netz gehen. «Wir sichern Ihnen unsere volle Unterstützung darin zu, in Verantwortung vor Gott und den Menschen Ihre Position zur Energiepolitik grundlegend zu prüfen», schreibt Wenner.

 Die restlichen Atomkraftwerke sollten so schnell wie möglich abgeschaltet werden. «Als ein zentrales Problem sehen wir an, dass es auch nach einem halben Jahrhundert Atomkraftnutzung weltweit keinen Ort zur dauerhaft sicheren Lagerung des Atommülls gibt», erklärt Wenner.

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 Die Vereinigung fordert die Regierungschefin auf, nach einem Endlager zu suchen und die regenerativen Energien auszubauen. Zum jüdisch-christlichen Menschenbild gehöre der Auftrag, die Erde zu «beherrschen». «Diese Herrschaft schließt das demütige Anerkennen menschlicher Grenzen ein», argumentiert die Bischöfin.

 Der Zusammenschluss umfasst neun evangelische Freikirchen und Gemeindeverbände, darunter Methodisten, Mennoniten, Pfingstgemeinden und Heilsarmee, sowie fünf Kirchen mit Gaststatus.

(Quelle: epd)