Chris Aslan: Alabaster

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Der Autor, Kenner des Nahen Ostens und Asiens, hat mit „Alabaster“ sein erstes Buch verfasst. Zur Zeit studiert er in Oxford um anglikanischer Pfarrer zu werden. „Alabaster“ ist ein sehr gelungenes Erstlingswerk, eine wunderbare Mischung aus Roman und biblischer Nacherzählung. Der liebevoll gestaltete Einband tut sein übriges.

Ich habe dieses Buch förmlich verschlungen, obgleich für mich am Anfang noch nicht klar erkennbar war, wohin die Reise geht. Es fängt an wie ein Roman über eine Familie im Nahen Osten. Die Religion spielt eine große Rolle in der Dorfgesellschaft, alles ist streng geregelt und es gibt klare Anweisungen für das Leben. Doch was tun, wenn etwas nicht regelkonform läuft? Wenn jemand ausbricht, Grenzen überschreitet und verbotene oder sogar gefährliche Dinge tut?

In diesem Buch geht es um Regeln und Tabubrüche.  Es geht um eine Flasche kostbaren Nardenöls ebenso wie um die großen Unterschiede zwischen Geschwistern, die aber überwunden werden können. Starke Frauen und Schicksale, die nicht unabänderlich bleiben müssen.

Und dann schlägt der Autor auf einmal diesen Bogen, bei dem jedem Leser mit Bibelkenntnissen sofort klar wird zu welchen biblischen Geschichten Aslan uns jetzt führen wird. Dann wird auf einmal ein Vorhang weggezogen und das Bild wird klar. Wir befinden uns genau in der Zeit in der Jesus unterwegs war, um das Wort Gottes zu verkünden.

Wer mag, kann diese Buch hervorragend als eine spannende Familiengeschichte lesen, mit vielen Irrungen und Wirrungen. Als Christ wird man allerdings schnell zu meiner obigen Interpretation kommen. Beides ist möglich, und das macht dieses Buch zu einer universellen Geschichte für jedermann.

Von Cornelia Christophersen

Tipp: Hier gibt’s eine Leseprobe

Verlag: SCM Hänssler
ISBN: 978-3-7751-5796-4
Seitenzahl: 240
ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
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